Der Gründer und Haupteigner von Ikea, Ingvar Kamprad, sorgt sich um sinkende Gewinnmargen. Das Unternehmen habe "zu selbstzufrieden" auf die Krise reagiert.

Der Ikea-Unternehmensgründer Ingvar Kamprad (83) sagte der Stockholmer Zeitung "Dagens Industri", man habe bisher angesichts der Krise "zu bequem und selbstzufrieden" reagiert.

Kamprad erklärte, alle Prognosen deuteten auf deutlich sinkende Gewinnmargen in diesem Jahr hin. "Das beweist, dass wir zu schlapp bei unseren bisherigen Warenhäusern agiert haben."

Flächenbereinigt geht der Umsatz zurück

Ikea rechnet unter Einschluss von 14 Neueröffnungen in diesem Jahr in absoluten Zahlen weiter mit einem Umsatzplus. Nach Angaben von Kamprad verzeichne man derzeit ohne diese Neugründungen ein Umsatzminus von sieben Prozent.

Laut Kamprad hat das Unternehmen zuletzt "zu expansiv" gehandelt. Bei weltweit 128.000 Mitarbeitern sind seit vergangenem Jahr 5.000 Stellen abgebaut worden.

Umsatzplus in Deutschland

Ikea hat 2008 mit 296 Möbelhäusern in 24 Ländern 21,8 Milliarden Euro umgesetzt. Gewinnzahlen entsprechend den Börsenregeln werden nicht veröffentlicht.

In Deutschland konnte sich der Möbelhändler im Geschäftsjahr 2008, das am 31. August endete, über ein Umsatzplus von rund drei Prozent freuen.

dpa / DH