Der Möbelgigant Ikea hat bei der Europäischen Union Beschwerde gegen Deutschland eingereicht. Die harten Richtlinien einiger Bundesländer schränken die Gewerbefreiheit ein, findet der Konzern.

Das Möbelhaus sehe durch die strengen Vorgaben einiger Bundesländer für die Errichtung großer Einkaufsmärkte den Wettbewerb verzerrt und die Gewerbefreiheit eingeschränkt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) in ihrer Ausgabe vom Samstag. Nach diesen Vorgaben dürfen solche Märkte nur an bestimmten Orten errichtet werden, um die Geschäfte in den Innenstädten zu schützen.

Ikea möchte weitere Standorte in Deutschland eröffnen und denkt über ein viertes Haus im Rhein-Main-Gebiet nach. Allerdings stößt der Konzern zunehmend auf Gegner in der Politik. So befürchten die Kommunalpolitiker der benachbarten Städte eine übermächtige Konkurrenz für die Geschäfte in den umliegenden Innenstädten.

Laut dem Bericht betreibt die EU-Kommission derzeit ein Vorverfahren, in dem geprüft wird, ob die EU tatsächlich ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik einleitet.