Der erfolgsverwöhnte schwedische Möbelhändler legt auch im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umsatz leicht zu. Doch die Abverkaufs-Zeitspanne wird größer.  

Auch bei der schwedischen Möbelkette Ikea macht sich die schlechte konjunkturelle Lage bemerkbar: Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis 31. August) wuchs "nur" um 1,4 Prozent auf umgerechnet 21,5 Milliarden Euro, meldet die Schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter". Angaben über den Gewinn machte Ikea wie üblich nicht.

"Das war ein Jahr voller Herausforderungen, in dem wir uns an die veränderten Marktbedingungen anpassen mussten", wird der neue Konzernchef Mikael Ohlsson zitiert. Man wisse, dass viele Kunden weniger Geld in der Tasche hätten. "Deshalb ist unser Konzept mit niedrigen Preisen wichtiger denn je", sagte er.

Verkaufstakt wird größer

Gleichwohl dauert es offenbar statistisch gesehen immer länger, Klassiker wie das Regal "Billy" an den Kunden zu bringen: Im Vergleich zum Vorjahr soll sich der Verkaufstakt der Möbel um sieben Prozent verschlechtert haben, im Vergleich zum Jahr davor sogar um 14 Prozent.

Unternehmensgründer Ingvar Kamprad hatte unlängst kritisiert, dass Ikeas in der Wirtschaftskrise zu bequem reagiert habe.

Trotzdem sei die Bilanz der vergangenen zwölf Monate aber gut für Ikea gewesen, schreibt "Dagens Nyheter". In diesem Zeitraum seien 15 neue Warenhäuser eröffnet worden. Ikea ist demnach derzeit in 25 Ländern mit 257 eigenen Warenhäusern aktiv.