Der geplante "Homepark" von Ikea bei Wallau soll nun deutlich kleiner werden. Die Nachbarkommunen hatten Widerstand gegen ein großes Möbel-Kompetenzzentrum signalisiert. 

Mit einer deutlichen Reduzierung der ursprünglichen Pläne hofft Ikea, doch noch einen so genannten "Homepark" in Wallau errichten zu können. Der schwedische Möbelriese wollte das Einrichtungshaus am Sitz der Deutschlandzentrale an der Autobahn A66 erweitern und mit  Ansiedlungen weiterer Handelsunternehmen aus dem Einrichtungsbereich ergänzen. Doch es hat erhebliche Widerstände aus den umliegenden Gemeinden gegeben.

Für das Homepark-Konzept, das Ikea in Deutschland bereits an den Standorten in Ulm, Koblenz und Köln-Godorf realisiert hat, sollten rund 23.000 Quadratmeter neue Verkaufsflächen neben dem Ikea-Einrichtungshaus entstehen.

Reduzierung der Pläne um ein Drittel

Wie die zuständige Projektleiterin Maja Terney Hansen jetzt bekannt gab, werden diese Pläne nun um rund ein Drittel reduziert, der zusätzliche Flächernbedarf beträgt nunmehr lediglich 17.000 Quadratmeter. Damit hofft der Handelskonzern auf die Zustimmung der Nachbarkommunen.

Das Ikea-Einrichtungshaus selbst soll jedoch nach wie vor um 4.000 Quadratmeter erweitert werden. Rund 60 Millionen Euro will Ikea in den Standort investieren. Doch zunächst muss die Stadt Hofheim und im Anschluss (voraussichtlich im Februar 2010) die Regionalversammlung des Planungsverbandes der Region den neuen Plänen zustimmen.

Im Oktober 2012 könnte der Homepark eröffnet werden, wenn die behördlichen Genehmigungen erfolgen. Neben der Erweiterung in Wallau plant Ikea drei neue Häuser in Deutschland: Berlin-Lichtenberg (Herbst 2010), Hamburg-Altona (2012) und Lübeck (2012). Zusätzliche Erweiterungen sind in Düsseldorf und Leipzig beabsichtigt, wie die Deutschland-Chefin Petra Hesser auf der Jahrespressekonferenz Ende Oktober ankündigte.