Ikea bindet sich an die Tarifverträge des Einzelhandels. Bei der Entlohung der Mitarbeiter ändert sich nichts, betont das Unternehmen. Die Tarifbindung soll gestärkt werden. 

Die Ikea-Möbelhauskette bindet sich an die Tarifverträge des deutschen Einzelhandels. Für die rund 14 000 Beschäftigten in den 54 Möbelhäusern ändert sich dadurch aber nichts an der Höhe ihrer Löhne, wie das Unternehmen am Dienstag in Hofheim-Wallau mitteilte. "Wir haben uns bereits vorher an die Tarifgehälter des Einzelhandels gehalten."

Bekenntnis zum Flächentarifvertrag

„Ikea versteht seine Entscheidung als Bekenntnis zum Erhalt des Flächentarifvertrages und der Tarifautonomie", erklärte Petra Hesser, Geschäftsführerin von Ikea Deutschland. Dies begrüßte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Das Signal von Ikea stärkt die Tarifbindung im Einzelhandel weiter. Es zeigt wie wichtig der Erhalt des Flächentarifvertrags für die Handelsunternehmen ist."

Auch die Gewerkschaft Verdi begrüßte, dass die Tarifbindung in der Branche durch die Entscheidung von Ikea gestärkt werde.

Im deutschen Einzelhandel arbeiten nach HDE-Angaben insgesamt 2,9 Millionen Menschen, davon 1,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Rund 930.000 Mitarbeiter sind geringfügig beschäftigt.

dpa, DH