Mehr Marktanteile, mehr Umsatz, mehr Filialen: Ikea will den deutschen Möbelhandel weiter prägen. Der Onlineanteil soll mehr als verdoppelt werden.

Der schwedische Möbelhändler Ikea will seinen Umsatz in Deutschland in den nächsten zehn Jahren auf acht Milliarden Euro verdoppeln und einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen. "Zehn Prozent des Umsatzes sollen dann über unsere Onlineshops erzielt werden", sagte Deutschland-Chef Peter Betzel der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Hofheim-Wallau.

Das Hauptgeschäft im schwer umkämpften deutschen Markt werde aber auch in Zukunft von den Einrichtungshäusern getragen. "Unser Ziel sind mittelfristig bis zu 70 Einrichtungshäuser", kündigte der Manager an. Derzeit liegt die Zahl in Deutschland bei 48. Um die Standorte weiterzuentwickeln, seien im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro investiert worden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Abschluss 31. August) hat Ikea in Deutschland den Umsatz um 3,2 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gesteigert. Vier Prozent der Erlöse wurden über das Onlinegeschäft erwirtschaftet. Konkrete Angaben zum Ergebnis machte der Manager nicht. Er sei jedoch sehr zufrieden. Auch der Start ins laufende Geschäftsjahr 2015 sei nach den ersten vier Monaten gut angelaufen. Die Zahl der Beschäftigten im Inland lag nach Angaben von Betzel 2014 bei 16.000, gut 500 mehr als im Jahr zuvor.