Kein Ergebnis weit und breit in Sicht. In Baden-Württemberg liegen Einzelhandelsverband und Gewerkschaft weit auseinander.

Auch nach der Sommerpause scheinen bei den regional geführten Tarifrunden des Einzelhandels die Fronten weiter verhärtet zu sein. Im Südwesten verhandelten Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Handelsverbands Baden-Württemberg (EHV) am Donnerstag bis in den Nachmittag hinein ohne Ergebnis.

"Es ist noch alles offen", sagte die Hauptgeschäftsführerin des baden-württembergischen Einzelhandelsverbandes, Sabine Hagmann, am Verhandlungsort in Asperg. Zuvor hatten Hunderte Beschäftigte mit einer Kundgebung auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht.

Verdi fordert einen Euro mehr pro Stunde für die rund 220.000 tariflich Beschäftigten, lehnt aber Änderungen im Manteltarif und die Einführung neuer Lohngruppen ab. Die Arbeitgeber wollen Gehaltsstrukturen und Arbeitszeiten indes komplett überarbeiten.