Personaleinsatzpläne werden häufig noch manuell erstellt. Moderne PEP-Software liefert meist die besseren Ergebnisse, berichtet auch Heinz-Jörg Ebert, Inhaber des Schuhhauses Darré in Gießen.

Die Personaleinsatzplanung (PEP) hat zum Ziel, immer eine möglichst optimal an die Kundenfrequenz angepasste Zahl von Verkaufsmitarbeitern auf der Fläche zu haben. Andererseits müssen die Arbeitszeit-Budgets und Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt werden. PEP-Software erleichtert diese Optimierungsplanung, zumal auch weitere Einflussfaktoren eingebunden werden. Zum Beispiel wird in Verbindung mit elektronischen Frequenzmessungen die Historie der Kundenbesuche exakt aufbereitet.

Web-basierte Lösungen können auch aktuelle Wetter-Vorhersagen online einspielen und bei der Personalbedarfsplanung einrechnen – ein insbesondere für den Modehandel wichtiges Tool. Heinz-Jörg Ebert, Inhaber des Schuhhauses Darré in Gießen mit 40 Mitarbeitern, setzt eine PEP-Lösung der Firma Seak Software ein und berichtet von guten Ergebnissen. Weitere Anbieter von PEP-Lösungen sind neben Seak zum Beispiel die Firmen Atoss, Invision und Micros.

"Manuell nicht zu handhaben"

Heinz-Jörg Ebert, Inhaber des Schuhhauses Darré in Gießen, über seine Erfahrungen mit softwaregestützter PEP.

Wie haben sich die Leistungskennzahlen nach Einführung der PEP-Lösung entwickelt?

Spürbar positiv hat sich die Situation bei den VK-Personalkosten in Prozent vom Umsatz entwickelt. Diese Kennziffer ist um zwei Prozentpunkte gesunken. Die Stundenleistungen sind gestiegen, der Umsatz über Zusatzverkäufe wie Furnituren gar um 48 Prozent.

Wie vernetzen Sie Besucherzähler, Warenwirtschaft, Zeiterfassung und Personalbedarfsanalyse?

Über eine zentrale Datenbank. Hier werden die Daten täglich automatisch aus den unter-schiedlichen Systemen importiert. Unser IT-Partner stellt uns die Ergebnisse über Auswer-tungen zusammen und übermittelt sie uns.

Was kann PEP-Software, was ohne nicht geht?

Die Fülle der Faktoren ist manuell in der gleichen Qualität nicht zu handhaben. Bei der ma-nuellen Planung verlassen sich viele Planer eher auf ihr Bauchgefühl. Unser System arbeitet jedoch mit der Zielproduktivität als unterstützende Kenngröße. So werden wir jetzt bereits während der Planung darüber informiert, ob das Verhältnis der geplanten Stunden zum ge-planten Umsatz passt.

Klaus Manz