Viele Konsumenten mögen offenbar den Weihnachtstrubel in den Geschäften nicht. Stattdessen bestellt man daheim auf der Couch - im Internet. Die Kauflust ist deutlich größer als im Vorjahr.

Das Weihnachtsgeschäft ist auch das Geschäft des Onlinehandels. Vier von fünf Deutschen kaufen mittlerweile ihre Geschenke im Netz, haben der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) und das Bonitätsprüfungsunternehmen Creditreform in einer Umfrage unter 1.000 Konsumenten ermittelt.

So wollen 79 Prozent der Bundesbürger über 18 Jahre zum diesjährigen Weihnachtsfest ein oder mehrere Produkte im Online- und Versandhandel bestellen. Das ist eine Zunahme um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt beabsichtigen die Verbraucher für durchschnittlich 616 Euro Weihnachtsgeschenke  im Online- und Versandhandel zu kaufen. Das ist eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr, als für 459 Euro geordert wurde.

Männer kaufen Schmuck, Frauen Bekleidung

Für Geschenke der Warengruppe Bekleidung, Textilien und Schuhe werden in diesem Jahr durchschnittlich rund 271 Euro ausgegeben, 141 Euro waren es 2014. Für diesen drastischen Anstieg sorgen laut Studie insbesondere Frauen mit einer Ausgabebereitschaft von 350 Euro (2014: 123 Euro). Männer hingegen planen für diese Warengruppe lediglich 168 Euro (2014: 164 Euro) auszugeben.

Dafür wollen männliche Kunden 505 Euro in Schmuck und Uhren investieren (2014: 311 Euro). Frauen lassen sich Schmuck eher schenken und geben an, 93 Euro (2014: 112 Euro) für den Kauf desselben bereitzustellen.

Neuerdings werden auch verstärkt Möbel und Dekorationsartikel zu Weihnachten verschenkt, durchschnittlich 284 Euro wollen die Verbraucher dafür im Distanzhandel ausgeben (2014: 210 Euro).