Das indische Softwarehaus Ramco Systems hat seine Aktivitäten im deutschen Markt aufgenommen. Gemeinsam mit Vertriebs-, Marketing- und Projektpartnern bietet Präsident Lakshmi Narasimhan mittleren und großen Unternehmen individuell anpassbare betriebswirtschaftliche Standardlösungen an.

Ramco Systems, eines der führenden indischen Softwarehäuser, hat zu Beginn dieses Jahres seine Aktivitäten im deutschen Markt aufgenommen. Gemeinsam mit Vertriebs-, Marketing- und Projektpartnern bietet Präsident Lakshmi Narasimhan mittleren und großen Unternehmen individuell anpassbare betriebswirtschaftliche Standardlösungen an.

Diese Standardlösungen sollen den Kunden insbesondere den Weg in die neue Welt des E-Business erleichtern. Bis Ende des 1. Quartals 2002 sollen nach Angaben von Präsident Lakshmi Narasimhan mindestens 35 Beschäftigte in Deutschland arbeiten, "bei entsprechendem Marktwachstum auch deutlich mehr".

Ramco Systems wurde 1989 in Madras gegründet und ist Teil der 60 Jahre alten Ramco-Gruppe. Mit 1.300 Beschäftigten ist es eines der größten Softwarehäuser Indiens und gehört zu den wenigen IT-Unternehmen Asiens, die eigene Softwareprodukte entwickelt haben und diese weltweit vertreiben. Es besitzt Niederlassungen in sieben Ländern, darunter den USA, Großbritannien, der Schweiz und jetzt Deutschland. Mehr als 650 Unternehmenskunden mit über 11.000 Nutzern werden dort betreut. Die deutsche Zentrale befindet sich in Frankfurt.

"Deutschland ist der größte Markt in Europa und stellt weltweit die höchsten Qualitätsansprüche. Wir haben uns in anderen Märkten systematisch vorbereitet und wissen, dass wir diese Qualität liefern können. Damit sind wir bereit für den deutschen Markt," erklärte Narasimhan. Ramco bietet nach dem Baukastenprinzip ein Portfolio an Softwarekomponenten für betriebliche Prozesse an, die Unternehmen flexibel an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können. So lassen sich schlanke und kostengünstige ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning) realsieren. Insbesondere können die Kunden damit schnell und effizient von der traditionellen ERP-Welt zu E-Business und C-Commerce (Collaborative Commerce) migrieren, in der Geschäftsprozesse abteilungs- und unternehmensübergreifend organisiert werden müssen. Mit Hilfe eines neuen, komponentenbasierten Anwendungsentwicklungs-Framework (VirtualWorks™) lassen sich Softwareanpassungen und -entwicklungen extrem schnell und in hoher Qualität realisieren.

Neben den Angebot an modularer Software sieht Narasimhan Marktchancen insbesondere in der Offshore-Entwicklung. Dabei werden Kunden von Projektleitern vor Ort betreut, während die notwendige Anwendungsentwicklung von Softwareingenieuren in Indien vorgenommen wird. So können Engpässe an hochqualifizierten IT-Spezialisten kurzfristig und kostengünstig überbrückt werden. Ramco hat diese Methode bereits in zahlreichen internationalen Kundenprojekten angewandt und verfügt damit über entsprechende Erfahrung.

Die deutsche Landesgesellschaft wird zunächst nicht als GmbH sondern als Niederlassung (Branch Office mit eigener Handelsregisternummer) betrieben. Als Grund nannte der deutsche Country Manager S. Ketharaman die strengen indischen Außenhandelsbestimmungen. Sie beschränken den Transfer von Finanzmitteln in eigenständige Gesellschaften in Übersee wesentlich stärker als in Niederlassungen. Ramco Systems plane insbesondere in der Startphase erhebliche Investitionen in Deutschland. So soll sehr zügig ein Stamm an hochqualifizierten Fachkräften aufgebaut werden, wobei ein Mix aus deutschen und indischen Beschäftigten angestrebt wird.

Die Schweiz wurde vor sechs Jahren als Einstieg für Europa gewählt. Der Erfolg dort hat Narasimhan zufolge mittlerweile alle Erwartungen übertroffen. Zu den Referenzkunden zählen Unternehmen mit hohen Qualitätsansprüchen, darunter der weltweit größte Hersteller von Uhren und Uhrwerken, ETA, die Holderbank, Maurice Lacroix, Migros und Swatch.

Der Umsatz von Ramco Systems lag im Geschäftsjahr 1999/200 bei 39,2 Millionen US-Dollar, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 75 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr sind 65 Millionen Dollar geplant, die in den nächsten drei Jahren nochmals vervierfacht werden sollen. Ramco Systems ist an drei indischen Börsen gelistet; die Aufnahme in die Nasdaq ist für August dieses Jahres geplant. (RS)


KONTAKT:

Ramco Systems LTD.
S. Ketharaman
Country Manager Deutschland
Lyonerstr. 14
60528 Frankfurt/Main
Tel. 069/6655 4485
Fax 069/6655 4100
E-Mail: ketha@ramco.ch
Internet: www.ramcosystems.de