In Berlin hat heute die erste deutsche Bershka-Filiale eröffnet. Die Marke, die sich an 15- bis 25-Jährige richtet, ist nach Zara zweitwichtigstes Standbein des spanischen Modekonzerns Inditex. 

Mit 1.550 Quadratmetern auf zwei Etagen ist der Berliner Laden eine der weltweit größten Bershka-Filialen. Das Interesse bei der Eröffnung war groß. Über Facebook hatte das Unternehmen zur Eröffnung eingeladen, mehrere Tausend Fans hatten sich angemeldet. Beachtlich für eine Marke, die hierzulande noch gar nicht vertreten ist.

Laute Musik und grelle Farben prägen die Bershka-Läden, die sich an die Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren wenden. Die angebotene Ware liegt preislich leicht unter Zara-Niveau. 

Später Markteinstieg

Nach Zara, Massimo Dutti und Zara Home ist Bershka das vierte Inditex-Konzept auf dem deutschen Markt. Der Markteintritt in Deutschland erfolgt spät: Weltweit ist die Marke, die 1998 im Heimatmarkt Spanien startete, bereits mit mehr als 750 Läden in 56 Ländern vertreten. Mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro ist Bershka inzwischen nach Zara (Umsatz: 8,1 Milliarden Euro) das zweitwichtigste Standbein von Inditex.

Der spanische Mutterkonzern betreibt mit seinen Konzepten Zara, Zara Home, Massimo Dutti, Pull and Bear, Bershka, Stradivarius, Oysho und Uterqüe mehr als 5.000 Läden in 78 Ländern. Im Geschäftsjahr 2010 stiegen die Umsätze um 13 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro.

Online-Offensive

In Deutschland betreibt Inditex aktuell 74 Läden in rund 40 Städten. In der kommenden Woche eröffnet die dritte deutsche Filiale von Zara Home in Düsseldorf.

Im kommenden Herbst will Inditex auch im Internethandel groß einsteigen. Anfang September starten zeitgleich Onlineshops für die Marken Massimo Dutti, Pull and Bear, Bershka, Stradivarius, Oysho und Uterqüe in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, England, den Niederlanden und Portugal.

Zara betreibt bereits seit September 2010 einen Onlineshop.