Vor allem die gestiegenen Sprit- und Heizölpreise ließen die Inflation im vergangenen Jahr auf den höchsten Wert seit 2008 klettern. Zuletzt war die Teuerung allerdings leicht rückläufig. 

Zum Jahresende sank die Inflationsrate mit plus 2,1 Prozent im dritten Monat in Folge. Im September hatte sie noch bei plus 2,6 Prozent gelegen. Experten gehen davon aus, dass sich der Preisauftrieb im laufenden Jahr weiter abschwächen wird.

Für das Gesamtjahr 2011 meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden einen Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3 Prozent. 

Damit lag die Jahresteuerungsrate deutlich höher als in den beiden Vorjahren (2010: plus 1,1 Prozent; 2009: plus 0,4 Prozent). Eine noch höhere Teuerung im Jahresdurchschnitt gab es zuletzt 2008 (plus 2,6 Prozent gegenüber 2007).
 

Teuerung ohne Energiepreise nur bei plus 1,3 Prozent

Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 waren vor allem die Energiepreise verantwortlich. Energie insgesamt verteuerte sich 2011 spürbar um 10,0 Prozent (davon Kraftstoffe: plus 11,0 Prozent; Haushaltsenergie: plus 9,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise betrug die Jahresteuerungsrate 1,3 Prozent.

Überdurchschnittliche Preissteigerungen zeigten sich auch bei Nahrungsmitteln (plus 2,5 Prozent) und alkoholfreien Getränken (plus 6,1 Prozent). Für die Konsumenten spürbar teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle (plus 12,6 Prozent; darunter Butter: plus 14,2 Prozent). Kaffee verteuerte sich sogar um 17,6 Prozent.