Kaufen? Ja. Verkaufen? Nein. Ein Großteil der Europäer kauft zwar mittlerweile gern im Internet, jedoch ist der Anteil an Personen länderübergreifend deutlich geringer, wenn es darum geht, über das Internet auch private Verkäufe zu tätigen.

Das umtriebigste Volk beim privaten Verkauf sind im europäischen Vergleich die Niederländer, am kauffreudigsten sind online hingegen Briten und Dänen. Die Deutschen landen im EU-Ländervergleich Privatkäufe und -verkäufe im Internet 2013 des Branchenverbandes Bitkom jeweils im oberen Drittel.

Privatkäufe: Dänen und Briten mit höchster Affinität, Deutsche hinter Luxemburgern und Norwegegern

Laut dieser Bitkom-Analyse -auf Basis von Daten des statistischen Bundesamtes, waren 2013 die Dänen und Briten online mit jeweils 77% am kauffreudigsten, dem stehen Privatkäufe von 68% der Deutschen gegenüber, die sich damit hinter Luxemburgern und Norwegern einreihen. Das "Schlusslicht" bilden die Slowaken mit 44%. 

 Online-Privatkäufe 2013 im EU-Ländervergleich: Dänen und Briten mit der höchsten Affinität zum Online-Shopping, die Slowaken bilden das "Schlusslicht".
Online-Privatkäufe 2013 im EU-Ländervergleich: Dänen und Briten mit der höchsten Affinität zum Online-Shopping, die Slowaken bilden das "Schlusslicht".

Privatverkäufe: Niederländer am aktivsten, Deutsche zurückhaltend
Während immerhin noch 48% der Niederländer im vergangenen Jahr das Internet bereits als Kleinanzeigen- oder Auktionsumgebung aktiv genutzt haben, waren die Deutschen offensichtlich deutlich skeptischer, wenn es darum ging, sich auch via Internet wieder von den Altlasten des Konsumalltags zu trennen: Lediglich 28% der Deutschen zwischen 16 und 74 Jahren haben demnach im Jahr 2013 privat etwas über das Internet verkauft.
Online-Privatverkäufe 2013 im EU-Ländervergleich: Niederländer -bezogen auf den Bevölkerungsanteil- mit deutlichem Abstand am aktivsten.
Online-Privatverkäufe 2013 im EU-Ländervergleich: Niederländer -bezogen auf den Bevölkerungsanteil- mit deutlichem Abstand am aktivsten.

Schweden mit stärkstem Gefälle zwischen Kauffreude und Verkaufsunlust
Das stärkste Gefälle zwischen der allgemeinen Online-Kauffreude bei gleichzeitiger Online-Verkaufsunlust in Europa findet sich in Schweden: Während 73% der Bevölkerung des skandinavischen Nachbarlandes Waren oder Dienstleistungen im vergangenen Jahr für den privaten Verbrauch online gekauft haben, haben lediglich 14% der Schweden auch aktiv Online-Rubrikenmärkte, Auktionsplattformen und Kleinanzeigenmärkte im Web für ihre privaten Verkäufe genutzt.

Die Grafik finden Sie auch hier in einer direkten Gegenüberstellung.
Grafiken: BITKOM