Facebook wird als Vermittler des sogenannten "Referral Traffic" immer wichtiger. Dies belegt eine aktuelle Analyse des Unternehmens Shareaholic, das den Traffic von weltweit rund 200.000 Websites mit 250 Millionen eindeutigen Besuchern analysiert hat. Danach ist der Anteil des Facebook-Traffic am Gesamtaufkommen auf den Websites innerhalb um 170 Prozent gestiegen. Lag er im November 2012 noch bei 6,5 Prozent, hat er im vergangenen Monat 17,4 Prozent erreicht.

Die Steigerung im November dürfte vor allem an der Einführung des neuen "Like"-Buttons liegen. Dieser ist nicht nur anders gestaltet (Daumen weg), sondern löst vor allem direkt einen Eintrag im Newsfeed der Freunde mit Bild, Überschrift und Teaser aus - und zwar ohne, dass der Nutzer dem zustimmen muss. Bislang erzeugte ein "Like" lediglich eine Meldung auf der eigenen Pinnwand. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit, dass externe Inhalte gesehen und angeklickt werden, deutlich höher geworden. Die erhöhten Traffic-Zahlen bestätigen dies.

Onlineshops, die es schaffen, "Likes" von ihren Kunden und Fans einzusammeln, profitieren also von dieser Entwicklung. Gleichzeitig ist das Verbreiten von Inhalten über die eigene Facebook-Seite schwieriger geworden - es dringt deutlich weniger zu anderen Nutzern durch als früher. Natürlich liegt das am gestiegenen Content-Aufkommen bei gleichzeitiger begrenzter Aufnahmekapazität des einzelnen Users, wie Facebook selbst betont. Allerdings hat Facebook auch wenig Interesse an der organischen Verbreitung von Werbung - die Unternehmen sollen kostenpflichtige Anzeigen schalten. 



Grafik: statista