Die Intel Corporation und andere Unternehmen haben am 11. September die Gründung der Mobile Data Initiative Next Generation (MDI-ng) bekannt gegeben, um in Zukunft den drahtlosen Zugang zum Internet/Intranet so einfach und alltäglich wie über das Festnetz zu ermöglichen.

Die Intel Corporation und andere Unternehmen haben am 11. September die Gründung der Mobile Data Initiative Next Generation (MDI-ng) bekannt gegeben, um in Zukunft den drahtlosen Zugang zum Internet/Intranet so einfach und alltäglich wie über das Festnetz zu ermöglichen.

Folgende Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Computer Hardware und Internet gehören der neuen Initiative an: BT Cellnet, Dell, France Telecom, Fujitsu Siemens Computers, Intel, HP, Motorola, Siemens Mobile, Sonera und Toshiba. Die MDI-ng will die bestehenden technischen und wirtschaftlichen Hindernisse benennen und überwinden, die derzeit den drahtlosen Zugriff auf das Internet beschränken.

Die Initiative soll vor allem die "Verständigung" (Interoperabilität) zwischen verschiedenen Geräten ermöglichen sowie die Kompatibilität von Lösungen, die Skalierbarkeit von Applikationen zwischen Geräten, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit voranzutreiben. Außerdem beschäftigt sich MDI-ng mit dem drahtlosen Zugang über verschiedene tragbare Geräte auf drahtlose Telefonsysteme; ein weiterer Schwerpunkt liegt auf komplementären drahtlosen Technologien wie Bluetooth und Wireless LAN. Ziel ist die schnelle Entwicklung drahtloser Internetlösungen für professionelle und private Nutzer.

Die neue Initiative findet auch Unterstützung durch die GSM Association, die die Interaktion zwischen Anbietern, Applikationsentwicklern und Betreibern als wichtigen Bestandteil für die Bereitstellung des mobilen Informationszeitalters sieht, ausgehend von GSM basierenden Diensten.

Die MDI-ng Initiative will sich auf Packet Switched Wireless Networks konzentrieren, d.h. auf die Übertragung von Daten in so genannten "Paketen" und nicht über Sprachkanäle. Die Daten sollen bei Bedarf und freien Kapazitäten übertragen werden. Durch den Paketmodus würde das Problem des Verbindungsauf- und abbaus wegfallen - der Nutzer wäre quasi ständig online.

Nutzern von GPRS (General Packet Radio Service) würden nur die tatsächlich übertragenen Daten/Informationen/Inhalte berechnet, nicht die Verbindungsdauer - Tarifmodelle könnten deshalb auf Pay-Per-Bit anstelle von Pay-Per-Minute basieren. Schließlich erlaube GPRS wesentlich höhere Bandbreiten als derzeitige GSM-Technologien, wodurch eine dem Festnetz vergleichbare Übertragungs-Leistung erreicht wird.

MDI-ng beschäftigt sich zudem mit 3G Technologien, die GPRS in Europa nachfolgen sollen. Derzeit sind im International Telecommunication Standard 2000 (IMT-2000) durch die ITU (International Telecommunications Union) eine Reihe von 3G Standards definiert, z.B. UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), die Kombination aus WCDMA (Wide-band Code-Division Multiple Access) und TD-CDMA (Time-Division Code-Division Multiple Access), EDGE Enhanced Data GSM Environment) und CDMA2000, die alle Paket-Übertragung mit höheren Bandbreiten bieten.

Die MDI-ng werde die Arbeit der Mobile Data Initiative (MDI) fortsetzen und erweitern. MDI wurde1996 von Intel, Ericsson, IBM, Toshiba, Nokia und weiteren Unternehmen gegründet. MDI beschäftigte sich primär mit dem mobilen Computing unter Verwendung drahtloser Telefonsysteme, allerdings beschränkt auf GSM 900 und 1800 MHz Technologien sowie das amerikanische PCS 1900 MHz. Die neue Initiative MDI-ng will die mobile Datenübertragung vorantreiben und Probleme bei der "Verständigung" vor allem zwischen PC und Mobiltelefon beseitigen. MDI-ng konzentriert sich auf Packet-Switched-Netzwerktechnologien, über das gesamte Spektrum von Handheld-Geräten hinweg, von den kompaktesten Telefonen hin zu mobilen PCs. (RS)

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Hans-Jürgen Werner
Intel GmbH
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