400 Millionen Nutzer vermeldet Instagram mit Stolz. Damit überholt der Bilderdienst Twitter. Täglich werden auf der Plattform 80 Millionen Bilder geteilt. Und gut 75% seiner aktiven Mitglieder kommen nicht aus den USA. Damit dürfte sich Instagram fest als Netzwerk etabliert haben, und verdient damit auch Beachtung bei Werbetreibenden und Handel. Wir haben für Händler ein paar Tipps zum Einstieg.

Finden Sie Ihren Nutzernamen

Es ist durchaus möglich, dass bereits Ihr Produkt- oder Firmennamen als Profilname von einem anderen Nutzer belegt ist. Je länger Sie mit dem Einstieg zögern, desto wahrscheinlicher tritt dieser Fall aufgrund der schieren Größe des Netzwerks ein. Ergänzen Sie dann den gewünschten Namen mit einem Ort, einem Produktnamen oder einer Kategorie. "Deichmann_Schuhe" macht sofort deutlich, dass es sich hier um den Händler handelt.

Füllen Sie Ihr Profil vollständig aus

Kurz und prägnant stellt sich Deichmann dar
Kurz und prägnant stellt sich Deichmann dar
Viel Platz haben Sie in der Profilbeschreibung nicht. Umso wichtiger also, die knapp 150 Zeichen auch sinnvoll zu nutzen. Wenn Sie für mehrere Marken oder Kategorien etwas auf Instagram posten wollen, könnten Sie dies beispielsweise wie die Kette "dm" lösen. Für verschiedene Eigenmarken gibt es eigene Profile und Aktivitäten. Vergessen Sie im Profil die URL zu Ihrer Seite oder einer Aktionsseite nicht.

Bauen Sie eine Content-Strategie auf

Lassen Sie sich von den Follower-Zahlen anderer Marken und Händler nicht zu stark beeinflussen. Wie in allen sozialen Netzwerken geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Abonnenten zu sammeln. Zunächst ist es wichtig, durch ihre Postings zu überzeugen und Nutzer zu finden, die sich mit Ihren Fotos auseinandersetzen.

Sie konkurrieren mit vielen Mitgliedern und vielen anderen Marken auf der Plattform! Aufmerksamkeit erzielen Sie in erster Linie durch die Qualität Ihrer Bilder. Behandeln Sie jeden Beitrag wie eine kleine Anzeigenkampagne. Nutzen Sie nur solche Bilder, die Sie selbst auf einem Plakat veröffentlicht hätten. Sofern es bereits Vorgaben durch andere Werbemittel gibt, versuchen Sie diese Elemente aufzugreifen.

Motive Ihrer Fotos könnten sein:

  • Neue Produkte
  • Initiierung von Wettbewerben
  • Interessante Einblicke in Ihre Geschäftsräume, das Lager, usw. Blicke hinter die Kulissen.
  • Mitarbeiter (natürlich nur mit deren Zustimmung) in typischen oder witzigen Situationen.
  • Textbotschaften mit inspirierenden Zitaten oder originellen Fakten.

Nutzen Sie Hashtags (richtig)

Mittels der Hashtags wird der Bildbestand für andere Nutzer eigentlich erst zugänglich. Gehen Sie davon aus, dass die Mitglieder nicht nach Ihrem Unternehmen oder Ihrem Produkt suchen, sondern nach Motiven und Themen, die interessant sind.

Achten Sie auf die Professionalität Ihrer Aufnahmen
Achten Sie auf die Professionalität Ihrer Aufnahmen
Bei der Auswahl von Hashtags kommt es weniger auf die Zahl an. Vielmehr muss das Etikett zum Bild und zur gewünschten Aussage passen. Wenn Sie eine neue Produktlinie vorstellen wollen, bietet sich natürlich deren Namen als Hashtag für Beiträge dazu an.

Gehen Sie kreativ mit dem Thema um. Einfälle wie "justdoit" von Nike werden aber die große Ausnahme sein. Auf Instagram dominieren englische Hashtags. Das erhöht zwar potentiell die Reichweite, andererseits wird es aber schwieriger, aus der schieren Masse an Fotos herauszustechen.

Ach ja: Ein häufig gemachter Anfängerfehler: Sonderzeichen in einem Hashtag spalten diesen auf und verhindern, dass er gesucht werden kann.

Treten Sie mit den Nutzern in Interaktion. Kommentieren Sie selbst und nutzen Sie auf die Funktion des "Likes".

Vergessen Sie nicht Ihre Kunden zu informieren

Sobald Sie auf Instagram vertreten sind, nehmen Sie Ihr Profil in die Kommunikation auf. Ermutigen Sie auf der Shopseite dazu Ihnen zu folgen. Vor allen Dingen liefern Sie: Es muss nicht unbedingt das tägliche Posting sein. Aber Regelmäßigkeit gehört (wie auch in anderen Netzwerken) zum Erfolg dazu. Ihr Firmenname braucht nicht genutzt zu werden. Den werden eher die Nutzer selbst verwenden.