In den nächsten vier Jahren werden sich die Online-Marktplätze im Internet auf über 10.000 Branchenportale verzehnfachen. Das bedeutet, dass in manchen Branchen bis zu zwei Dutzend Internet-Märkte um die Gunst der Käufer und Verkäufer streiten werden - nicht immer mit Erfolg, prognostiziert Integra.

In den nächsten vier Jahren werden sich die Online-Marktplätze im Internet auf über 10.000 Branchenportale verzehnfachen. Das bedeutet, dass in manchen Branchen bis zu zwei Dutzend Internet-Märkte um die Gunst der Käufer und Verkäufer streiten werden - nicht immer mit Erfolg, prognostiziert Integra.

Die Begründung: Nicht alle Handelszentren im Internet erreichten die kritische Masse an Käufern und Verkäufern, die zur Aufrechterhaltung eines lebendigen Marktgeschehens erforderlich sei. Je nach Branche müsse eine Online-Plattform mindestens 5 bis 10 Prozent des gesamten Handelsvolumens im Zielmarkt abdecken, um langfristig überlebensfähig zu sein, haben Integra-Untersuchungen ergeben.

"Einige der heutigen Online-Markplätze werden in den nächsten 12 bis 24 Monaten den Betrieb wieder einstellen", sagt Integra-Chef Frank-Michael Welsch-Lehmann voraus.

In einer vergleichenden Untersuchung amerikanischer und europäischer Websites hat Integra die Erfolgsfaktoren für Marktplatz-Betreiber herausgefunden. Demnach zeigen die Erfahrungen, dass das Unternehmen, das den ersten Internet-Handelsplatz einer Branche eröffnet, durch den "First Mover Advantage" erhebliche Wettbewerbsvorteile erhalte. Daher falle der "time to market" eine Schlüsselrolle beim Start einer Online-Plattform zu. Integras Vice President Frank-Michael Welsch-Lehmann empfiehlt die Einschaltung sog. Marktplatz-Beschleuniger, um den Gang ins Netz um bis zu drei Monate vorzuziehen. Parallel zum technischen Aufbau der Website müssten die Marktplatzbetreiber schon frühzeitig mit dem Marketing und Vertrieb beginnen, um Anbieter und Abnehmer auf die Plattform zu holen.

"Erst die Plattform bauen und dann die Kunden dazu suchen, funktioniert nicht mehr", sagt Welsch-Lehmann.

Eine wichtige Erkenntnis aus der Untersuchung von B2B-Handelsplätzen lautet, dass die Nachfrager einer Branche gerne nur auf einer einzigen Plattform einkaufen. Eine Verzettelung auf mehrere Handelsplattformen würde die Kostenersparnis durch den elektronischen Einkauf zumindest teilweise kompensieren.

Anders sieht es auf der Anbieterseite aus: Die meisten Hersteller sind der Überzeugung, dass sich die Präsenz auf mehreren Umschlagplätzen für sie auszahlt.

"Das heißt im Klartext, dass jeder Markplatzbetreiber von Anfang an der Nachfrageseite die höchste Aufmerksamkeit widmen muss", sagt Welsch-Lehmann. (KC)


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Integra GmbH ist Anbieter von Managed- und Application-Hosting für komplexe und betriebswichtige Internet-Lösungen. Darüber hinaus realisiert Integra-Services schlüsselfertige E-Commerce-Lösungen. Integra ist mit Niederlassungen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Schweden präsent. Die Bandbreite der Integra-Kunden umfasst France Telecom, Mitsubishi, Packard Bell, ParisBourse SA, Psion, Quelle, Rewe Großverbraucher-Service, Shell, Siemens und Toshiba.


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