Der deutsche Elektronikkonzern Siemens hat eine Komplettlösung entwickelt, die interaktives, digitales Fernsehen über das Internet-Protokoll (IP) ermöglicht. Zuseher benötigen lediglich einen DSL-Anschluss, ein gängiges TV-Gerät und als Verbindung eine so genannte Set-Top-Box, die digitale TV-Signale umwandelt.

Der deutsche Elektronikkonzern Siemens hat eine Komplettlösung entwickelt, die interaktives, digitales Fernsehen über das Internet-Protokoll (IP) ermöglicht. Zuseher benötigen lediglich einen DSL-Anschluss, ein gängiges TV-Gerät und als Verbindung eine so genannte Set-Top-Box, die digitale TV-Signale umwandelt.

Der Netzbetreiber bekommt von Siemens von der Servicetechnik über die Benutzersoftware, Datencodierung und Geräten zum Empfang von Satellitendaten bis hin zur Set-Top-Box für den Konsumenten alles aus einer Hand. Kunden können anschließend über den Fernseher videotelefonieren, ihre Wunschfilme aus dem Internet herunter laden, surfen, E-Mails schreiben und chatten.

Erstmals eingesetzt wird die Siemens-Lösung vom belgischen Netzbetreiber Belgacom. Nach mehrmonatiger erfolgreicher Testphase kommen laut Siemens 1.000 belgische Haushalte erstmals in den Genuss von TV via IP. Als besonderen Anreiz bietet Belgacom die Übertragung der belgischen und italienischen Fußball-Liegen exklusive an. Versäumt ein Fan ein Spiel, speichert die Set-Top-Box die Aufzeichnung des Matches digital.

Bis Ende 2005 will Siemens die nötigen Bandbreiten für eine Übertragung weiter minimieren. Live-Fernsehen kann dann schon mit 1,8 Megabit pro Sekunde empfangen werden. Das entspricht heute etwa dem mittleren DSL-Standard. Möglich wird dies laut Siemens durch eine neuartige Mpeg4-Komprimierung der Videodaten. (KC)