Immer mehr Deutsche sind bereit, auch elektronische Bücher zu kaufen. Noch ist die Zahl der Käufer allerdings vergleichsweise gering.

2,9 Millionen Deutsche wollen sich in diesem Jahr ein digitales Buch kaufen. Das ist das Ergebnis eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa, die im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom erstellt wurde. Gegenüber 2009 würde dies 700.000 zusätzliche Käufer bedeuten -  ein Wachstum von 32 Prozent entspricht.

"Bei Fachliteratur wird sich das digitale Buch zuerst durchsetzen", zeigt sich der Bitkom-Vizepräsident Achim Berg zu Beginn der Leipziger Buchmesse sicher. Besonders beliebt seien E-Books bei jungen Menschen. Von den 14- bis 24-Jährigen plane dieses Jahr jeder zehnte den Kauf eines elektronischen Buches.

Warten auf den Durchbruch

Der Markt für digitale Bücher stehe derzeit allerdings noch am Anfang seiner Entwicklung. "Mit der Verbreitung preiswerter Netbooks und elektronischer Lesegeräte wird die Fangemeinde digitaler Bücher wachsen", findet Berg. Außerdem steige die Zahl der elektronisch verfügbaren Titel stetig.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) festgestellt, dass der Handel mit digitalen Büchern hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. Demnach wurden in der ersten Hälfte des letzten Jahres nur 65.000 elektronische Bücher verkauft.