Microsoft will auf den anrollenden Voice-over-IP-Zug aufspringen. Mit der Übernahme des kalifornischen VoIP-Spezialisten Teleo möchte der Softwaregigant aus Redmond deshalb seine Wettbewerbssituation im wachsenden Markt für Internet-Telefonie stärken.

Microsoft will auf den anrollenden Voice-over-IP-Zug aufspringen. Mit der Übernahme des kalifornischen VoIP-Spezialisten Teleo möchte der Softwaregigant aus Redmond deshalb seine Wettbewerbssituation im wachsenden Markt für Internet-Telefonie stärken.

Das Start-Up-Unternehmen aus San Francisco ist auf Software und Dienstleistungen spezialisiert, um VoIP-Gespräche direkt ins Festnetz oder zu Mobiltelefonen zu übernehmen. Die Integration des Teleo-Know-hows in den Internet Explorer, Outlook und den MSN Messenger soll Microsoft-Software VoIP-tauglich machen. Eine "Click-to-Call"-Funktion wird es laut Microsoft erlauben, jede in den Anwendungen dargestellte Telefonnummer per Mausklick zum Verbindungsaufbau ins Festnetz oder zu Handys zu nutzen.

Derzeit konkurrieren im Markt für Internet-Telefonie vier Anbieter miteinander. Neben Microsoft buhlen der Marktführer Skype, AOL und Yahoo um die Gunst der User. Mit Google-Talk hat der Suchspezialist aus Mountain View nun ebenfalls ein Service gestartet, das nicht nur als Text-Messenger, sondern auch für VoIP-Gespräche genutzt werden kann.

Derzeit unterstützt der MSN Messenger neben Chats und Instant Messages nur Sprach- und Videochats. Das direkte Einwählen ins Festnetz oder zu Mobiltelefonen war bisher nicht möglich. Mit der Teleo-Technologie will Microsoft dieses Manko nun so rasch wie möglich beheben und noch bis Jahresende einen völlig VoIP-fähigen Messenger anbieten. (KC)