Das Internet ist noch immer ein Medium der formal besser Gebildeten. Laut einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nutzten im vierten Quartal 2008 rund 91Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent jener mit Mittlerer Reife das Web.

Das Internet ist noch immer ein Medium der formal besser Gebildeten. Laut einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nutzten im vierten Quartal 2008 rund 91Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent jener mit Mittlerer Reife das Web. Bei jenen Bundesbürgern, die lediglich über einen Hauptschulabschluss mit Lehre verfügen, waren es mit 48 Prozent bereits beträchtlich weniger. Noch bescheidener fällt die Internetnutzung in der Gruppe der Hauptschulabsolventen ohne Lehre aus, in der nur 29 Prozent Gebrauch vom Netz machten. Insgesamt gesehen nutzten im letzten Quartal des vergangenen Jahres zwei Drittel aller deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Im Vergleich zu demselben Vorjahreszeitraum entspricht dies einem leichten Plus von drei Prozentpunkten.

Wie die Forschungsgruppe Wahlen feststellt, gibt es neben bildungs- nach wie vor auch große altersspezifische Unterschiede im Umgang mit dem Internet. "Während es für jüngere Menschen schon lange zum Alltagsmedium geworden ist, besteht bei Älteren noch immer ein großes Entwicklungspotenzial", heißt es im veröffentlichten Bericht. So zählen in allen Altersgruppen bis 39 Jahren über 90 Prozent zu den Internetnutzern, bei jenen bis 49 Jahren sind es 82 Prozent und bei jenen zwischen 50 und 59 Jahren 70 Prozent. In der zahlenmäßig großen Gruppe der über 60-Jährigen steigt der Anteil der Nutzer zwar langsam und stetig an, lag im vierten Quartal 2008 mit nur 29 Prozent aber noch weit unter dem Durchschnitt von 66 Prozent. "Bei den 60 bis 79-Jährigen surft nur knapp ein Drittel im Internet. Deswegen können in diesen Altersklassen die höchsten Zuwachsraten erwartet werden", meint Hallerberg. (gc)