Der Softwareanbieter senkt seine Umsatzprognose für 2001 und plant die Entlassung von einem Viertel der Belegschaft.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute meldet, rechne die Intershop Communications AG aufgrund der anhaltenden makroökonomischen Schwäche und der zurückhaltenden Unternehmensausgaben im IT-Bereich mit einem Umsatz von rund 80 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2001. Auch der Umsatz im dritten Quartal habe unter den Erwartungen gelegen, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Noch Anfang August hatte die Gesellschaft lediglich mitgeteilt, der Umsatz 2001 werde den Vorjahresumsatz von 122,99 Mio. Euro nicht erreichen. Ende Juli hatten von Reuters befragte Analysten im Durchschnitt für 2001 einen Umsatz von rund 106,2 Mio. Euro prognostiziert.

Die im Auswahlindex Nemax 50 des Neuen Marktes notierten Intershop-Aktien präsentierten sich im vorbörslichen Handel 15% schwächer.Um wie angekündigt im vierten Quartal schwarze Zahlen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zu schreiben, seien Einsparungen bei der zukünftigen Kostenbasis unternommen worden. Wie so oft in den letzten Monaten heißt Kostenersparnis im Klartext Stellenabbau. Auch bei Intershop scheint diese Konsequenz als Wundermittel zu gelten. Der Softwareanbieter kündigte an, die Belegschaft um 25% auf 790 Mitarbeiter reduzieren zu wollen.

Zudem seien Kosteneinsparungen in anderen Bereichen vorgesehen. So soll etwa die weltweite Bürofläche verringert werden. Eine Lösung, die nach der Entlassung von über 250 Mitarbeitern nur konsequent scheint. Im dritten Quartal wurden nach eigenen Angaben geringere Umsatzerlöse erzielt als erwartet. Die Restrukturierungsmaßnahmen seien mit Einmalkosten von rund 22 Mio. Euro im dritten Quartal 2001 verbunden. Die Betriebskosten vor Einmalkosten hätten jedoch deutlich reduziert werden können, hieß es.

Der Barmittelverbrauch sei im dritten Quartal auf 12,6 Mio. Euro von 20,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2001 zurückgegangen. Zum Ende des Quartals habe Intershop über liquide Mittel von 43 Mio. Euro verfügt, einschließlich liquider Mittel mit Verfügungsbeschränkungen. Zum Ende des zweiten Quartals hatten sich die liquiden Mittel noch auf 55,6 Mio. Euro belaufen. Intershop geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Barmittelverbrauch im vierten Quartal 2001 auf Grund der Restrukturierungsmaßnahmen weiter reduziert werden könne. Für das vierte Quartal würden nunmehr Gesamtkosten erwartet, die gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal mehr als halbiert sein würden. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal will Intershop am 31. Oktober 2001 bekannt geben. (JR)


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