Der Bereich "Running/Fitness" ist Wachstumstreiber für den Sportartikelhandel. Davon profitiert auch Intersport international. Der Verbund wuchs 2013 leicht, 2014 soll die Fußball-WM für deutlich stärkeren Schub sorgen.

Im Sportartikelhandel lassen sich auch ohne sportliche Großereignisse Zuwächse erzielen. So steigerte die Intersport-Gruppe im Jahr 2013 den weltweiten Einzelhandelsumsatz um ein Prozent von 10,2 auf 10,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Flächenbereinigt (nach Verkauf des österreichischen Händlers Sport Eybl & Sport Experts) betrug das Plus vier Prozent.

Profitiert hat der Handelsverbund nach eigener Aussage wie im Vorjahr vom Bereich "Running/Fitness". Zusätzlich erzielte die Ende 2012 übernommene US-Sportschuhkette "The Athlete's Foot" einen Umsatz von 270 Millionen Euro. Die Zahl der Läden wurde von 421 auf 392 reduziert.

Starkes Frühjahrsgeschäft

Für das laufende Jahr mit der an diesem Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien rechnet Intersport international mit einer Umsatzsteigerung von zwei bis vier Prozent. Hier steht vor allem der Verkauf von Trikots im Vordergrund. In Deutschland würden bei einer guten WM etwa eine Million Hemden der Nationalmannschaft verkauft, ein Drittel davon von Intersport, sagte Klaus Jost, Chef der Verbundgruppe, unlängst zu Der Handel.

Schon der Start ins neue Jahr war für Intersport gut. Im März und April sei das Geschäft hervorragend angelaufen, in den meisten Ländern seien zweistellige Umsatzsteigerungen gegenüber 2013 erzielt worden.

"Nach vier Monaten sind wir weltweit knapp über dem Umsatz vom Vorjahr. Die Fußball-Weltmeisterschaft wird unser Geschäft im Juni und Juli noch einmal entscheidend stimulieren. Deshalb halten wir ein Umsatzwachstum in 2014 von zwei bis vier Prozent für realistisch", betont Jost.

Von Südchina bis Weißrussland

Die 2013 starke Expansion der Gruppe soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. In Südchina sind im August 2013 die ersten drei Intersport-Geschäfte eröffnet worden. 2014 sollen acht weitere hinzukommen. In Australien werden bis Ende Juni 2014 insgesamt 36 Geschäfte von Independent Sports auf Intersport umfirmiert. Zudem ist mit der Erschließung der Märkte in Marokko und Weißrussland die Expansion in die Länder 43 und 44 fortgesetzt worden.

Auch in den Zentren von Paris und London eröffnete der Handelsverbund neue Läden. "Die Geschäfte in diesen großen Metropolen werden der Marke Intersport zusätzlich Bekanntheitsgrad, Profil und Glaubwürdigkeit vermitteln", ist Intersport-Chef Jost überzeugt. Ende 2013 verfügte die Kooperation weltweit über 5.400 Verkaufsstellen.