Hier die Fußball-EM, dort Outdoor. Die Geschäfte im der Sportartikel-Verbundgruppen liefen nicht schlecht, aber große Zuwachsraten sehen anders aus. Der schwache Winter drückte auf die Halbjahresbilanz,

Vor allem dank der Fußball-Europameisterschaft haben sich die Geschäfte von Intersport im ersten Halbjahr 2016 leicht positiv entwickelt. Die Erlöse der Verbundgruppe im Sportartikelhandel legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent in Deutschland zu, wie Intersport-Chef Kim Roether am Mittwoch auf der Fachmesse Outdoor in Friedrichshafen am Bodensee sagte. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Zuvor sei der Start in das Jahr schwierig gewesen: "Durch den schwachen Winter waren unsere Händler bereits zu Beginn unter Druck."

Die Trendwende sei erst im Frühjahr gekommen - und vor allem durch die EM im Juni, sagte Intersport-Warenvorstand Jochen Schnell. Bälle, Trikots und Fanartikel hätten sich nach einem zunächst verhaltenen Start sehr gut verkauft. Insgesamt stiegen die Umsätze im Bereich Teamsport um rund 13 Prozent. Auch im Outdoor-Bereich legten die Erlöse um drei Prozent zu. Umsatzeinbußen verbuchte Intersport neben dem Wintersport auch im Bereich Fahrrad.

Für das gesamte Jahr rechne er mit einem Wachstum von bis zu zwei Prozent, sagte Roether. 2015 hatte der Händlerverbund ebenfalls ein leichtes Umsatzplus von einem Prozent auf 2,87 Milliarden Euro verbucht - obwohl 2015 ein Jahr ohne sportliche Großereignisse war. Intersport hat in Deutschland rund 1.500 Geschäfte mit etwa 22.000 Beschäftigten.

Sport 2000 mit starkem Outdoor-Segment

Der kleinere Intersport-Konkurrent Sport 2000 Partner hat das erste Halbjahr 2016 ebenfalls mit einem Plus beim Außenumsatz (Endkundengeschäft) von 1 Prozent abgeschlossen. Im Juni gab es sogar einen Anstieg von 2,8 Prozent, teilt die Verbundgruppe mit Sitz in Mainhausen mit. Genauere Zahlen wurden auch hier nicht genannt. Der Outdoor-Bereich legte um 9 Prozent zu. Wachstumstreiber ist hier der Schuhbereich mit einem Plus von 17 Prozent. Textilien konnten um 7 Prozent wachsen, die Hartware verzeichnet ein leichtes Minus von einem Prozent.

In der Gesamtbetrachtung gab es aber bei Hartware ein deutliches Minus von 13 Prozent. Auch der Bereich Schuhe lief schleppend und verbuchte bis Ende Juni ein Minust von 1 Prozent. Immerin wuchs das Segment Textilien wachsen mit einem Plus von 10 Prozent.

Zu Sport 2000 gehören rund 950 Unternehmen mit rund 1.260 Verkaufsstellen. Im vergangenen Jahr erzielte die Kooperation einen Umsatz von 1,77 Milliarden Euro.