Im ersten Online-Bieteverfahren für die Bundeswehr wurden in zwei so genannten Inversen Auktionen Einsparungen von 26% erzielt. Die Durchführung der Einkaufsauktionen stellte für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) ein Novum dar.

Im ersten Online-Bieteverfahren für die Bundeswehr wurden in zwei so genannten Inversen Auktionen (Reverse Auctions) Einsparungen von 26% erzielt. Die Durchführung der Einkaufsauktionen stellte für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) ein Novum dar, das eine Sondergenehmigung erforderte. Initiiert wurden die Auktionen durch die Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.).

Möglich wurde die Erprobung der Reverse Auction durch ein Leitprojekt der Bundesregierung zur elektronischen Vergabe, in dessen Rahmen die "Chancen und Risiken Inverser Auktionen im Internet für Aufträge durch die öffentliche Hand" in einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) untersucht werden. Der g.e.b.b. wurde für die Dauer von zwei Jahren, unter Beachtung bestimmter Auflagen, vom BMWi die Genehmigung erteilt, Inverse Auktionen zu erproben.

Die hohen Preisreduktionen von bis zu 26% ließen sich in einer so genannten Reverse Auction erzielen. Hierbei wird das allgemein bekannte Auktionsprinzip umgekehrt: Der Preis reduziert sich mit jedem Gebot und das beste Angebot innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erhält den Zuschlag.

Die erfolgreichen Pilotprojekte wurden gemeinsam vom g.e.b.b., Roland Berger (Strategieberatung) und Goodex (Auktionsdienstleister) vorbereitet und durchgeführt. Anhand des Anforderungsprofils der Roland Berger-Strategy Consultants bereiteten die Auktionsexperten von Goodex und die Facheinkäufer der Bundeswehr das Bieteverfahren vor. "Die Auktion verlief äußerst erfolgreich. Innerhalb von knapp vier Stunden wurden über 90 attraktive Gebote abgegeben. Den Zuschlag erhielt ein Stammlieferant des Beschaffungswesens der Streitkräfte. Für die Bundeswehr ergab sich daraus eine enorme Kostenreduktion sowie eine deutliche Verschlankung des Beschaffungsprozesses", erklärt Dr. Manfred Heil, CEO der Goodex AG. Mit den Ergebnissen der zunächst einmaligen Aktion zeigten sich beide Seiten sehr zufrieden, so dass über eine weitere Zusammenarbeit nachgedacht wird. (ST)


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