Der Finanzinvestor Blackstone will die Warenhauskette Kaufhof laut einem Medienbericht übernehmen. Der Mutterkonzern Metro möchte sich dazu nicht äußern.

Der New Yorker Finanzinvestor Blackstone interessiert sich anscheinend für die Metro-Tochter Kaufhof. Dies berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Kreise des Kaufhof-Gesamtbetriebsrats.

Ein Metro-Sprecher wollte sich laut dem Bericht zum Namen des Kaufinteressenten nicht näher äußern. Zwar werde derzeit mit möglichen Bietern für die 141 Warenhäuser gesprochen, die Verhandlungen aber befänden sich in einem frühen Stadium.

Der Datenraum sei für eine Buchprüfung (Due Diligence) noch nicht geöffnet, sagte ein Metro-Sprecher. Blackstone lehnte eine Stellungnahme gegenüber dem Blatt ab. Der Investor war angeblich auch an Karstadt interessiert, hat sich aber laut Presseberichten aus dem Bieterverfahren zurückgezogen.

Verdi befürchtet Lohnsenkung

Am verganenen Freitag hatte die Verdi-Vizevorsitzende Margret Mönig-Raane kritisiert, Metro wolle das Verkaufsobjekt auf Kosten der Belegschaft aufhübschen. Kaufhof hatte den Mitarbeitern eine Jobgarantie bis 2013 und eine Erfolgsbeteiligung angeboten, möchte aber im Gegenzug die Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 42 Stunden verlängern.
 
Metro-Vorstandschef Echard Cordes hatte im März angekündigt die Warenhaustochter noch in diesem Jahr zu verkaufen. Spekuliert wird auch über eine mögliche Zusammenführung der Warenhäuser Karstadt und Kaufhof.