Der Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof scheint voranzukommen. Nach einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" gibt es fünf Interessenten. Einer davon ist ein alter Bekannter.

In den Verkaufsprozess für Kaufhof ist Bewegung gekommen. Nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" hätten insgesamt fünf Investoren Interesse angemeldet. Dazu zählten der Finanzinvestor Clemens Vedder mit seiner Goldsmith Group sowie die US-amerikanischen Investmentfirmen Apollo und Blackstone

Vedder soll sich demnach bereits vor zwei Jahren für Kaufhof interessiert haben. Anfang dieses Jahres habe er sein Interesse bekräftigt, im Einzelhandel investieren zu wollen, heißt es in dem Bericht. Nach eigenen Angaben verfüge er über die nötigen Finanzmittel. "Bei Bedarf können wir sicherlich 1 bis 3 Milliarden Euro an Eigenkapital auf die Beine stellen", wird er aus einem früheren Interview zitiert.

In einem Interview mit dem "Handelsblatt" aus dem Januar beschrieb sich Vedder als kaufmännisch ausgereifter, kritisch aktivistischer Investor und Aktionär. "Dies hat sich nicht geändert. Im Vordergrund stehen der Einzelhandel, Konsumentenproduzenten, Finanzdienstleister und Spezialsituationen im Distressed Bereich wie IVG, Schiffe und ähnliches."

Verkauf soll Milliarden einbringen

Metro-Chef Eckhard Cordes hatte bei der Hauptversammlung der Metro Group am Mittwoch noch bekräftigt, keine Eile mit dem Verkauf von Kaufhof zu haben. Ende März sprach Cordes davon,Kaufhof noch noch in diesem Jahr verkaufen zu wollen. Ein angemessener Preis für das Warenhaus liege derzeit bei zwei bis drei Milliarden Euro.

Vor zwei Jahren hatte Metro die Warenhaustochter mit ihren 141 Filialen in Deutschland und Belgien zum Verkauf gestellt. Wegen der Wirtschaftskrise wurde der Prozess gestoppt.