Der Gläubigerausschuss von Arcandor hat den Verkauf des Shoppingsenders HSE24 an eine Beteiligungsgesellschaft genehmigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die wenigen Perlen von Primondo, der Versandsparte des insolventen Handelskonzerns Arcandor, werden nach und nach verkauft. Nachdem der Hamburger Versender Otto die Markenrechte für Quelle und die dazugehörigen Eigenmarken erworben hat, gab Arcandor heute den Verkauf des profitablen Verkaufssenders HSE24 an die Investorengruppe AXA Private Equity bekannt.

"Mit dem Verkauf des Shopping Senders können wir unmittelbar rund 500 Arbeitsplätze sichern", kommentierte Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Abschluss der Kaufvertrags.

Ebenso wichtig sei für ihn, dass in der Folge dieses Verkaufs auch Lösungen für die Call Center absehbar sind. Die Zukunft der Call Center der Primondo-Gruppe sei "zwingend mit den notwendigen Dienstleistungen für den Shopping Kanal verbunden", sagte Görg

"Stabiler Investor"

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" beträgt der Preis für jedoch zwischen 150 und 200 Millionen Euro. Im Bieterrennen waren auch der US-Investor Golden Gate, der Otto Versand und der Finanzinvestor Triton.

"Wir freuen uns, dass wir nun als stabiler Investor das Unternehmen HSE24 weiter führen können", sagte Stephan M. Illenberger, Geschäftsführer von AXA Private Equity in Frankfurt am Main. Die Kapitalbeteiligungsgesellschaft verwaltet aktuell nach eigenen Angaben über 26 Milliarden US-Dollar an Anlagegeldern.

2008 erzielte HSE24 einen Rekordumsatz von 352 Millionen Euro - rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Shopping-Angebot umfasst mehr als 22.000 Artikel. Aktuell bedient HSE24 nach eigenen Angaben mehr als 2 Millionen aktive Kunden.