Immer mehr Händler setzen auf den Verkauf über alle Kanäle, zeigt eine Studie. Dabei spielt nicht nur die mögliche Umsatzsteigerung eine Rolle.  

Rund jeder dritte stationäre Händler ist im Internet mit einem eigenen Onlineshop präsent, zeigt eine aktuelle Umfrage des Institutes für Handelsforschung (IFH) im Rahmen des Handelskonjunkturindexes HandelSkix, den der Handelsverband Deutschland HDE erstellt. "Immer mehr Handelsunternehmen erkennen die zusätzlichen Chancen, die ihnen der Onlinehandel bietet und springen auf den Trend zum Multichannel-Handel auf", ist der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp überzeugt. So planen weitere knapp neun Prozent der befragten Unternehmen, innerhalb des kommenden Jahres einen Onlineshop zu eröffnen.

Vor allem die vergangenen fünf Jahre haben dieser Entwicklung demnach noch einmal Schub verliehen, die meisten Shops der befragten Händler sind in diesem Zeitraum entstanden. 

Im Onlinehandel liegt für viele stationäre Unternehmen noch großes Potenzial. "Neben einer Steigerung des Umsatzes hat die Präsenz im Internet auch positive Auswirkungen auf die Kundenbindung", so Tromp weiter. Die Händler selbst erhoffen sich der Umfrage nach vor allem zusätzliche Einnahmen und den Ausgleich von Einbußen im stationären Geschäft.

Kundenbindung und Reichweite

Quelle: HDE
Quelle: HDE
Aber auch eine bessere Kundenbindung und die Erhöhung der eigenen Reichweite durch das Internet spielen demnach eine Rolle. Die Ergebnisse verdeutlichen allerdings auch, dass die Mehrheit den Schritt in den E-Commerce noch vor sich hat: Rund 62 Prozent gaben an, keinen Onlineshop zu betreiben und dies aktuell auch nicht zu planen.

Die Haupthinderungsgründe sind dabei vor allem finanzieller und personeller Natur. So gaben viele der Befragten an, dass der finanzielle und personelle Aufwand einfach zu groß sei.