Gut 4.500 ehemalige Beschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette sind anderswo in Beschäftigung. Allerdings droht Tausenden die Arbeitslosigkeit.

Jede fünfte der mehr als 22.000 arbeitslosen Schlecker-Frauen hat bereits wieder einen Job. Insgesamt seien mehr als 4.500 ehemalige Beschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette wieder in Lohn und Brot, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag und bestätigte damit einen Artikel der Zeitung "Rheinische Post". Rund 1.600 Frauen haben sich aus Gründen wie Elternzeit, Rente oder Krankheit bei den Arbeitsagenturen wieder abgemeldet.

Allerdings könne sich die Zahl der arbeitslosen Schlecker-Mitarbeiter noch erhöhen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz drohe 27.300 Beschäftigten von Schlecker und des Tochterunternehmens Schlecker XL der Jobverlust. Einigen Beschäftigten, die beispielsweise noch mit der Firmenabwicklung beschäftigt seien, solle erst zum 31. Oktober gekündigt werden. "Es kann aber auch sein, dass sich ein Teil der ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter gar nicht arbeitslos gemeldet hat, weil er sofort wieder eine neue Stelle gefunden hat", sagte eine BA-Sprecherin.

Bessere Chancen in NRW, Bayern und Baden-Württemberg

Die besten Jobchancen bieten sich arbeitslosen Schlecker-Frauen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. In NRW haben nach Bundesagentur-Angaben bis zum 1. August 847 der 4.562 arbeitslos gemeldeten Schlecker-Frauen wieder einen Job gefunden, in Bayern seien es 844 der 3.121 Entlassenen gewesen.

Bei den Arbeitsagenturen in Baden-Württemberg haben sich bislang 3.153 frühere Schlecker-Beschäftigte arbeitslos gemeldet; von ihnen hatten zum 1.
August bereits 677 wieder eine neue Stelle.