Nach Wehmeyer und Hertie nun auch SinnLeffers: Der Textilhändler hat die Eröffnung des Insolvenz-Planverfahrens beantragt.

Der Bekleidungsfilialist aus Hagen ist nach Hertie und Wehmeyer bereits die dritte Ex-Tochter des Handelskonzerns Arcandor (ehemals KarstadtQuelle), die in finanziellen Schwierigkeiten gerät.

Die Situation bei SinnLeffers soll laut Focus Online nicht ganz so bedrohlich sein wie etwa bei Hertie. „Filial-Schließungen wird es allerdings definitiv geben, und auch Entlassungen stehen auf der Tagesordnung”, heißt es im Focus-Newsportal.

Bereinigung des Portfolios

Die Beteiligungsfirma Deutsche Industrie Holding GmbH, Eigentümerin von SinnLeffers seit Anfang 2008, strebt eine Sanierung in Eigenregie an. Wie viele der 47 Textilhäuser geschlossen werden müssen, ist bisher nicht bekannt.

Patrick Feller, Sprecher der Geschäftsführung, hat laut dem Fachblatt Textilwirtschaft bereits vor wenigen Tagen eine Portfolio-Bereinigung angekündigt. SinnLeffers beschäftigt in Deutschland 4.100 Mitarbeiter.

Damit spitzt sich die Lage im deutschen Textilhandel zu. Neben SinnLeffers, Wehmeyer und Hertie stecken auch die Adler-Modemärkte in der Krise. Die Filialen sollen verkauft werden, da sie „kein strategischer Bestandteil des Portfolios” der Muttergesellschaft Metro Group mehr seien, sagte kürzlich Metro-Chef Eckhard Cordes.

Mittlerweile meldete die Lebensmittel Zeitung die erste Schließung eines Hertie-Kaufhauses im Hamburger Nobelviertel Eppendorf . Das zurzeit wegen Umbauarbeiten geschlossene Geschäft soll nicht wieder eröffnet werden.