Der Aufschwung im Einzelhandel führt zu mehr Jobs: Gleich zwei Verbände bestätigen den Zuwachs an Arbeitsplätzen in der Handelsbranche, die nun als "Jobmotor" gelobt wird

Der Einzelhandel präsentiert sich als Jobmotor, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seiner Studie "Handelsreport 2011" festgestellt. Demnach wollen 18 Prozent der rund 6.400 befragten Händler in diesem Jahr neue Stellen schaffen.

Insgesamt rechnet der DIHK mit 25.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen - vor allem in großen Einzelhandelsunternehmen und im Großhandel. Grund dafür ist die erfreuliche wirtschaftliche Lage der Branche, schreibt der DIHK.

Der Report zeigt, dass die Stimmung in den Unternehmen so gut ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Lediglich der Fachkräftemangel wird mit Sorge betrachtet: Jeder vierte Einzelhändler erwartet bei der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal in Zukunft Probleme.

HDE stellt positive Bilanz

Auch der Handelsverband Deutschland lobt die eigene Branche: "Der Einzelhandel hat über 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit ist die Zahl der Jobs im Einzelhandel um beachtliche 1,1 Prozent gestiegen", sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Nach den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind im Einzelhandel laut HDE genau 2.943.818 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 32.707 mehr (Stichtagsvergleich vom 30. September). Davon seien 2.005.751 sozialversicherungspflichtig beschäftigt - ein Zuwachs um 22.132 Jobs. Die Zahl der Minijobs sei mit 10.575 auf 938.067 gestiegen.

"Der Zuwachs der Beschäftigung ist vor allem dem Lebensmittelhandel zu verdanken. Er hat sich zum Jobmotor der Branche entwickelt", so Genth. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten hätten hierzu maßgeblich beigetragen.

Zur Frage, wie sich die Beschäftigung weiter entwickeln werde, sagte Genth: "Eine aktuelle Umfrage des HDE zeigt, dass die Handelsunternehmen ihre Mitarbeiterzahl weiterhin stabil halten wollen."