Das Einkaufsverhalten verändert sich: In maximal 15 Minuten möchten junge Verbraucher ihre Einkäufe erledigen, fand eine neue Studie heraus. Nur jeder vierte Kunde verweilt länger als 30 Minuten in einem Lebensmittelgeschäft.

Das Verhalten beim Einkauf hat sich in den letzten Jahren entschieden verändert: Die Käufer sind in Eile und achten mehr auf Promotions wie "Kaufe drei, zahle zwei".

Das zeigt der aktuelle POS-Marketing-Report 2009|2010 der Lebensmittel Zeitung und der UGW Communication. An der Befragung nahmen 701 Verbraucher bundesweit teil, die in SB-Warenhäusern, Verbraucher-, Super- und Drogeriemärkten interviewt wurden.

Frische und Sauberkeit wichtig bei Wahl der Einkaufsstätte

Die Kunden kaufen entgegen ihrer Planung etwas undisziplinierter als noch bei der letzten Erhebung (38 Prozent statt 35 Prozent in 2007) ein. Dabei lassen sie sich öfter durch Sonderangebote vor Ort inspirieren.

Die Shopper gehen lieber dort einkaufen, wo die Frische der Produkte und Sauberkeit des Marktes überzeugen. Die Konsumenten achten zwar auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, dennoch ist ihnen ein vielfältiges Produktangebot ebenso wichtig wie freundlicher Kundenservice.

Weitere Ergebnisse der Studie im Überblick:
  • Bioprodukte und Produkte aus der Region ("Gutes von hier") bekommen mehr Aufmerksamkeit als noch vor zwei Jahren.
  • Bewährte Marken zusammen mit Bekanntheit und positiven Erfahrungen mit dem Produkt gewinnen in der Krise zunehmend an Bedeutung.
  • Personalgestützte Promotions (Werbedame, Verkostung) im Laden haben den größten Einfluss beim Kauf. Jeder Zweite hat sich schon einmal durch einen Promoter zum Kauf animieren lassen.
  • Instore-Werbung wie Ladenfunk, Einkaufswagen-Werbung oder Fußboden-Kleber haben aus Kundensicht keinen hohen Einfluss auf die Kaufentscheidung.
  • Weniger Kunden nehmen an Treue- oder Sammelaktionen (Herzen, Punkte) teil, dafür ist Couponing beim Shopper im Handel angekommen (70 Prozent versus 27 Versus in 2007).
  • Handzettel haben vor allem für ältere Kunden weiter Bedeutung, durch personalisierte Newsletter können Konsumenten bis 50 Jahren gut erreicht werden. Handzettel werden bleiben, aber die Zukunft gehört der Vernetzung von On- und Offlineaktionen.