Das Berliner KaDeWe hat ein gutes Jahr hinter sich. Künftig soll das Kaufhaus noch stärker gut betuchte Berliner und Touristen anlocken.

Das vergangene Jahr sei trotz der Insolvenz recht gut verlaufen, sagte die KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. Nun warte auch das Premiumkaufhaus Karstadt gespannt darauf, welcher Investor sich "mit welchem Warenhauskonzept durchsetzen wird."

"Unmittelbar nach dem Insolvenzantrag Anfang Juni gab es natürlich kurzfristig bei unseren Kunden eine gewisse Verunsicherung, die sich aber sehr rasch wieder gelegt hatte", resümiert Vierkötter. Dazu beigetragen habe auch, dass die Marke KaDeWe stark im Markt und bei den Kunden verankert sei.

Für die "neue Berliner Mitte"

Vierkötter rechnet damit, dass Luxus weiter läuft. "Wenn Luxus meint, etwas Besonderes, etwas Werthaltiges zu konsumieren, dann ist das ein Geschäft, was sich in Zukunft gut bewähren wird. Dann sind wir in der richtigen Positionierung", betonte die Kaufhauschefin.

Das KaDeWe soll noch mehr gut betuchte Kunden aus der Hauptstadt anlocken. "Nach wie vor sind die Berliner, und hier meine ich eben auch die sogenannte neue "Berliner Mitte", die stärkste Zielgruppe für uns. Hier werden wir wieder verstärkt aufsetzen", lautet der Plan der Geschäftsführerin.

Kunden aus aller Welt anlocken

Eine wichtige Kundengruppe seien auch die vielen Touristen in der Hauptstadt. Gäste aus Asien und Skandinavien kämen vermehrt zum Einkaufen in das größte Kaufhaus auf dem europäischen Kontinent. Auch die Kundenzahl aus den USA wachse. Besonders beliebt sei das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) aber weiterhin bei Russen.

Berlin müsse daher national und international weiter auf die Einzigartigkeit der Stadt aufmerksam machen. Besonders wichtig sei dabei auch die Modemesse Bread & Butter, die in der kommenden Woche beginnt.