Nach einer viel zu warmen Wintersaison freut sich der Einzelhandel über die angekündigte Frostperiode zum Auftakt des Winterschlussverkaufs.

Mit Rabatten von bis zu 50 Prozent starten die Einzelhändler am heutigen Montag den Winterschlussverkauf (WSV). Der bevorstehende Kälteeinbruch kommt den Textilhändlern dazu gerade Recht. Vor allem Modegeschäfte müssen nach Angaben des Handelsverbands HDE die Lager räumen, um Platz für die neue Frühjahrsware zu schaffen.

Bei warmer Kleidung, Winterschuhen und Wintersportausrüstung seien die Lager nach vielen Wochen milden Wetters ziemlich voll, hieß es vom Verband. Deshalb werde es gerade bei diesen Artikeln kräftige Nachlässe geben.

Daran dürfte auch nichts ändern, dass die Nachfrage nach Wintermode wegen der Kälte auch ohne Rabatte anzieht. "Das Lagerangebot ist einfach sehr groß", sagte Klaus Fischer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Der Schlussverkauf sei "besser angelaufen" als vor einem Jahr, wie erste Stichproben ergeben hätten.

Die Regale müssen wieder frei werden

Er erwarte, dass die Händler im Laufe der Woche mit den Preisen noch weiter heruntergingen, sagte Fischer. "Jeder Einzelhändler hat natürlich Spielraum bei der Preisgestaltung" und könne die Preise auch je nach Nachfrage neu festsetzen, stellte HDE-Geschäftsführer Kai Falk fest. Tatsache sei aber, dass die Regale bis März wieder frei sein müssten: "Dann kommen die Kollektionen für Frühjahr und Sommer."

Die heiße Phase des Schlussverkaufs dauert etwa 14 Tage, ein offizielles Ende gibt es nicht. Der Branchenverband HDE rechnet damit, dass gut drei Viertel der rund 400.000 Einzelhändler sich an der freiwilligen Schlussverkaufsaktion beteiligen. Sonderangebote gibt es auch in vielen Möbelgeschäften, Bau- und Elektronikmärkten. Zu kalt darf es aus Sicht der Händler auch nicht werden, denn das dämpft erfahrungsgemäß die Konsumlaune.