Mit massiven Preissenkungen sagt der angeschlagene Drogerieriese Schlecker dm und Rossmann den Kampf an. Doch die Konkurrenz reagiert gelassen.

Schlecker verschärft den Preiskampf in der Drogeriebranche. Im Laufe des ersten Halbjahrs würden die Preise bei Teilen des Sortiments auf das Niveau der Konkurrenten dm und Rossmann gesenkt - teilweise auch darunter, so der für das operative Geschäft zuständige Manager Thorben Rusch. 

Rund 500 Baby- und Kleinkindartikel wurden laut Schlecker seit Jahresbeginn im Preis gesenkt und durch neue Eigenmarken ergänzt. Auf diese Weise wollen sich Schlecker und Ihr Platz, als "erste Drogeriemarktadresse für junge Familien" positionieren.

Bislang gilt Schlecker im Vergleich zur Konkurrenz als teuer. Ziel der Preis-Kampagne sei es, "Kunden zurückzugewinnen und wieder an uns zu binden", sagte Rusch.

Umbau und Schließungen gehen weiter

Schlecker kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen, und versucht seit einiger Zeit, mit einem Nahversorgerkonzept gegenzusteuern. Allein in den vergangenen Monaten wurden aber auch mehrere hundert Filialen geschlossen. 

Bei dm und Rossmann werde die Preissenkung des kriselnden Konkurrenten gelassen verfolgt, berichtete die Lebensmittel-Zeitung. Dort glaube man nicht daran, dass Schlecker auf Dauer das Preisniveau von dm und Rossmann halten könne.

In diesem Jahr will Schlecker nach Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen schreiben. Dazu soll in 750 bis 1.000 Märkten das neue Ladenkonzept umgesetzt werden, hunderte weitere Filialen an unattraktiven Standorten sollen geschlossen werden.