Wenige Tage vor Beginn der großen Karnevalsumzüge decken sich die letzten Jecken mit Kostümen, Masken, Perücken und Schminke ein. Neue Verkleidungstrends versprechen Mehrumsätze für den Handel.

Der Einzelhandel ist mit dem bisherigen Verlauf des Karnevalssaison zufrieden, sagt Dieter Tschorn von der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI).

Zwar gibt es Dauerbrenner unter den Kostümen für Erwachsene - Piraten etwa stehen seit dem Kinofilm "Fluch der Karibik" unangefochten auf Platz eins bei Männern und Frauen. Doch es hat sich ein neuer Trend zu aufwendigen mittelalterlichen Kostümen entwickelt, der dem Handel in diesem Jahr Mehrumsätze bescheren könnte. Grund seien Bücher und Filme wie etwa "Säulen der Erde", so Faschingsexperte Tschorn.

Bei den Kinderkostümen rangieren nach wie vor Cowboy und Indianer ganz vorne in der Beliebtheitsskala. Bei den Mädchen bekommt der ewige Kassenschlager Prinzessin seit einigen Jahren Konkurrenz von Feen und Elfen. 

Mehr als vier Millionen verkaufte Kostüme

In der vergangenen Kampagne 2009/2010 gaben die Jecken für ihre Maskerade 295,6 Millionen Euro aus. Knapp 30 Millionen Euro davon entfielen jedoch auf Halloween-Produkte.

Die Händler verkauften insgesamt 2,2 Millionen Erwachsenenkostüme, 1,9 Millionen Kinderkostüme sowie mehr als 6 Millionen Schminksets.

Die DVSI-Fachgruppe Karneval deckt nach eigenen Angaben 75 Prozent des Marktes ab.