Die neue Karstadt-Chefin Sjöstedt setzt bei der Sanierung des Warenhauskonzerns auf die Mitarbeiter und will mehr Frauen in Führungspositionen bringen.

Frauen sollen bei Karstadt bessere Chancen im Management erhalten. Die neue Chefin Eva-Lotta Sjöstedt will mehr weibliches Personal in Führungspositionen bringen. "Wenn ich zwei Kandidaten für eine Position habe und beide sind gleich gut für den Job - dann würde ich die Frau nehmen", sagte die frühere Ikea-Managerin der "Bild am Sonntag". Von einer Frauenquote halte sie aber nichts. In dem neuen siebenköpfigen Managementteam des Warenhauskonzerns ist Sjöstedt allerdings die einzige Frau.  

Bei der Sanierung des Warenhauskonzerns setzt die 47-Jährige auf die Erfahrung der Mitarbeiter vor Ort. "Bislang hat die Zentrale in Essen entschieden, was in den 83 Filialen von Lübeck bis Konstanz in den Regalen steht. Das wollen wir anders machen", bekräftigte sie.

"Die Mitarbeiter vor Ort wissen am besten über die Kundenwünsche Bescheid." Sie sollten zusammen mit dem Filialleiter eine individuelle Strategie für ihr Warenhaus entwerfen.