Der Standort Dessau stand auf der Schließungsliste bei Karstadt. Nun bleibt die Filiale bestehen - weil man gut mit dem neuen Eigentümer der Immobilie verhandelt hat.

Die Karstadt-Filiale in Dessau hätte eigentlich im Frühjahr 2016 geschlossen werden sollen. Doch das Haus bleibt am Netz des Warenhausunternehmens, 70 Arbeitsplätze gehen nicht verloren. Dies sei dem Verhandlungserfolg des Karstadt-Management-Teams mit dem alten und neuen Eigentümer der Immobilie zu verdanken, teilt Karstadt mit. 

Karstadt-Arbeitsdirektor und Finanzchef Miguel Müllenbach erklären: "Nach konstruktiven Gesprächen sowohl mit dem Alt- als auch dem Neueigentümer der Immobilie konnten wir einen neuen Mietvertrag auf angepasster wirtschaftlicher Basis abschließen." Mit anderen Worten: Karstadt muss offenbar in Dessau weniger Miete zahlen. Das Haus hat etwa 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und zählt damit zu den kleineren im Karstadt-Portfolio.

Filiale wurde 1994 eröffnet

Die Dessauer Filiale, eröffnet 1994, wird nun laut Müllenbach wie das ganze Unternehmen vom Sanierungsprogramm des Warenhausunternehmens profitieren können. So werde das Sortiment stärker lokal ausgerichtet, zudem soll Kundenberatung ein großer Schwerpunkt sein. "Karstadt wird sich mit den modernsten Prozessen des deutschen Einzelhandels am Markt positionieren", verkündete Müllenbach.

Der ehemalige Eigentümer hatte die Immobilie, in dem sich die Karstadt-Filiale befindet, am 14. Oktober verkauft. Das Haus gehört nun dem Investor Deutsche EuroShop, der auch Eigentümer des unmittelbar angrenzenden "Rathaus-Centers" ist. Hier liegt das Center-Management bei der Hamburger ECE. Faktisch zählt Karstadt zu den fast 90 Shops des Centers.