Nach Informationen der Presseagentur dpa will Karstadt-Eigentümer Berggruen nun auch Kaufhof übernehmen. An der Metro-Warenhaustochter ist dem Handelsblatt zufolge allerdings auch der griechische Milliardär Economou interessiert.

Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Er legte dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro, zu dem Galeria Kaufhof gehört, ein entsprechendes Angebot vor, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch aus Verhandlungskreisen. Ziel sei es, Karstadt und Kaufhof unter einem Dach zu vereinen. Damit würde die Vision einer "Deutschen Warenhaus AG", über die seit Jahren spekuliert wird, einen Schritt näher rücken.

Während ein Berggruen-Sprecher sich zu einem möglichen Angebot für Kaufhof nicht äußern wollte, hat der Düsseldorfer Handelsriese Metro das Interesse des Karstadt-Eigentümers an einer Übernahme von Galeria Kaufhof bestätigt. Wie das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage sagte, ist ein Angebot vorgelegt worden. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Jeder zweiter Standort des Warenhauses, das seit
1996 zum Metro-Konzern gehört und seit Anfang 2008 auf der Verkaufsliste steht, befindet sich im eigenen Besitz. Mit einer Trennung von Immobilien und operativem Geschäft sei Metro immer sehr vorsichtig gewesen und es sei fraglich, ob sie sinnvoll sei, hieß es weiter.

Interessent aus Griechenland

Der Aufsichtsrat der Metro kommt am heutigen Mittwoch in Düsseldorf zusammen, am Donnerstag legt der scheidende Konzernchef Eckhard Cordes die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vor. Nach einem Bericht des "Handelsblatt" (Mittwoch) ist auch die österreichische Immobilienfirma Signa an Kaufhof interessiert. Hinter dem Unternehmen stehe der griechische Reeder und Milliardär George Economou.

Kaufhof-Interessenten sollen als Mindestgebot eine Kaufsumme von 2,4 Milliarden Euro genannt haben, um Einblick in die Bücher der Metro-Tochter mit 134 Warenhäusern zu bekommen, schreibt die Zeitung.