Kommenden Dienstag wollten sich Karstadt und Verdi abermals über einen Tarifvertrag für den Warenhauskonzern beraten. Daraus wird nichts, denn Karstadt hat noch internen Klärungsbedarf.

Der Warenhauskonzern Karstadt hat die für Dienstag geplante nächste Runde der Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi abgesagt. Der Arbeitsdirektor des Unternehmens, Kai-Uwe Weitz, erklärte am Freitag, das Management wolle vor Fortsetzung der Gespräche zunächst mit dem Karstadt-Eigentümer, Berggruen Holdings, über die Tarifverhandlungen beraten. Das soll anlässlich einer Aufsichtsratssitzung am kommenden Donnerstag geschehen. "Die Verhandlungen mit Verdi werden im März wie geplant fortgesetzt", betonte Weitz. Vorgesehen ist dafür nach den bisherigen Planungen der 6. März.

Bei der Gewerkschaft Verdi wurde die Absage mit Bedauern zur Kenntnis genommen. "Wir müssen aber akzeptieren, wenn es internen Abstimmungsbedarf gibt", sagte Sprecherin Christiane Scheller zu derhandel.de. "Wir setzen jetzt darauf, dass wir in der nächsten Runde am 6. März ein gutes Stück vorankommen." Zuletzt hatte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes davon gesprochen, dass in die sich seit Monaten hinziehenden Verhandlungen Bewegung gekommen sei.

Verdi fordert Standortgarantien für die 83 Warenhäuser und Beschäftigungsgarantien für die 20.000 Karstadt-Mitarbeiter sowie die Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung. Eigentlich hatten sich die Beteiligten am 25. Februar im kleinen Kreis zusammensetzen wollen.