Übergangschef Thomas Fox ist aus dem Warenhauskonzern Karstadt ausgeschieden. Doch nach dem Wunsch des Besitzers Berggruen soll er dem Unternehmen auch in Zukunft verbunden bleiben.

Thomas Fox hätte während der Insolvenzphase von Karstadt im Sommer 2009 die Geschäftsführung übernommen. Er hat immer klar gemacht, dass er dem Unternehmen lediglich als Interimschef diene.

Zum Jahreswechsel übernahm der frühere Woolworths-Manager Andrew Jennings die Führung der Karstadt-Warenhäuser. Fox blieb noch einige Wochen, um einen "geordneten Übergang" zu gewährleisten, wie es hieß.

Lob vom Berggruen und vom Betriebsrat

Vom Karstadtbesitzer Berggruen erhielt Fox viel Lob: Er zähle international zu den „besten Restrukturierern". Es sei geplant, ihn zu einem späteren Zeitpunkt in den Aufsichtsrat von Karstadt zu berufen. Dieser wird aktuell vom Rewe-Chef Alain Caparros geleitet.

Fox hat als "Chief Restructuring Officer" Ruhe in die Geschäfte des Unternehmens gebracht und ordnete die Finanzen. Er galt als harter, aber fairer Sanierer, was auch vom Betriebsrat gewürdigt wurde.

Karstadt dankte dem scheidenden Interimschef in einer Pressemitteilung: Er habe "maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen vor der Zerschlagung zu bewahren".

Karstadt hatte mit 120 Waren- und Sporthäusern 2009 zusammen mit der Holding Arcandor Insolvenz anmelden müssen. Im Oktober 2010 übernahm der Milliardär Nicolas Berggruen das Unternehmen. Damals gab Fox dem Wirtschaftsmagazin Der Handel ein Exklusivinterview, in dem er seine Strategie erklärte.

Marcelo Crescenti mit Material von dpa