Nicolas Berggruen gibt sich noch nicht geschlagen. In der immer spannender werdenden Auseinandersetzung mit den Banken hat der Mann, der Karstadt kaufen will, einen wichtigen Erfolg erzielt.

Im Streit um die Karstadt-Mietsenkungen hat sich die Essener Valovis-Bank mit dem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen geeinigt. Sprecher von Berggruen und der Bank bestätigten am Donnerstag entsprechende Informationen der Tageszeitung "Die Welt". In einem Optionsvertrag sei Berggruen ein Vorkaufsrecht für ein Darlehen von 850 Millionen Euro eingeräumt worden, hieß es.

Dieses Darlehen habe Valovis dem Karstadt-Vermieterkonsortium Highstreet gewährt. Die Einigung mit der Essener Bank war einer der noch offenen Punkte bei den Verhandlungen über die von Berggruen geforderten Mietsenkungen.

Am kommenden Donnerstag müssen nun noch die Highstreet-Gläubiger den Vereinbarungen über Mietsenkungen zustimmen. Außerdem müssen die Mietverträge für die Karstadt-Warenhäuser noch unterzeichnet werden. Einen Tag später (3. September) will das Essener Amtsgericht den Insolvenzplan in Kraft setzen.