Rund 100 Karstadt-Beschäftigte sind heute in Duisburg auf die Straße gegangen. Sie fordern von den Kommunen, dass sie auf ihre Steuerforderungen verzichten - damit der Konzern überleben kann.

Beschäftigte der insolventen Warenhauskette Karstadt haben in Duisburg für einen Steuererlass zur Rettung ihres Unternehmens demonstriert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich am heutigen Mittwoch rund 100 Menschen an dem Protestzug zum Duisburger Rathaus. Der Rat der Stadt hatte am Montag einen Steuernachlass abgelehnt.

Durch das negative Votum der Ruhrgebietsstadt gerät nach Darstellung von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg der ganze Insolvenzplan in Gefahr, der den Erhalt von bundesweit 120 Karstadt-Filialen mit 25.000 Beschäftigten sichern soll.

Frist läuft in zwei Wochen ab

Falls nicht bis zum 25. Mai bundesweit mehr als 90 betroffene Kommunen mit Karstadt-Standorten dem geforderten Steuererlass zustimmen, kann eine der Bedingungen des Insolvenzplans nicht erfüllt werden. Weitere Voraussetzung für ein Inkrafttreten des Insolvenzplans ist die Unterschrift eines Investors bis zum 28. Mai.

Neben Duisburg haben bundesweit auch 14 weitere Kommunen bislang entweder noch keine Entscheidung getroffen oder angekündigt, die Steuerforderung lediglich stunden zu wollen.