Große Städte, große Schaufenster und beste Lage: Das sind einige Kriterien für Immobilien, die Karstadt für die Expansion seiner Sporthäuser sucht.

Während in ganz Deutschland die Karstadt-Filialen renoviert werden, kommt auch in den Sporthaus-Bereich des Warenhauskonzerns Bewegung. So sollen "in den nächsten Jahren" zehn neue Häuser eröffnet werden, sagte Alf Eichelbaum, Leiter der Abteilung Immobilien und Standortentwicklung bei Karstadt dem Fachmagazin "Handelsimmobilien Report". Bisher gibt es 26 Filialen von Karstadt Sport.

Wachsen will Karstadt Sport in Städten mit mehr 100.000 Einwohnern. Kleinere Städte kämen laut Eichelbaum jedoch auch in Frage, sollten sie über hohe Einzelhandelszentralität "und Kaufkraft für unsere Sortimente verfügen".

Bei der Suche nach neuen Flächen für Sporthäuser sei Karstadt an "sehr guten bis guten innerstädtischen Lagen" interessiert. "Ebenso sind Einkaufszentren mit einer Gesamtmietfläche von mehr als 30.000 Quadratmetern und mit einem entsprechend attraktiven Mietermix für uns interessant", betonte Eichelbaum.

Für aktive Sportler

Die gesuchten Flächen sollen eine Mindestgröße von 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche haben und "können bis zu 7.000 Quadratmeter gehen", sagte der Karstadt-Standortentwickler. Ideal seien rechteckig geschnittene Geschossflächen die über eine Mindestgröße von 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen. Gewünscht sei zudem eine große Schaufensterfront von mindestens 18 Meter Länge.

Die Zielgruppe der Sporthäuser sollen aktive Sportler zwischen 25 und 55 Jahren sein. "Die Sortimente werden auf die spezifischen Anforderungen des Standorts ausgerichtet", beschrieb Eichelbaum das Konzept von Karstadt Sport.

Für die Immobilien der anderen Bereiche von Karstadt ist Eichelbaum keine Sorge, dass die langfristige Zusammenarbeit mit dem Vermieter Highstreet gefährdet ist. "So laufen beispielsweise unsere Mietverträge, die wir mit Highstreet abgeschlossen haben, noch mehr als 25 Jahre."