Jetzt ist es offiziell: Das Amtsgericht Essen hat die Einladungen zum Gläubigertreffen des insolventen Warenhausbetreibers verschickt. Der Versammlungsort ist ungewöhnlich.

Ausgerechnet in der Kantine der Essener Karstadt-Hauptverwaltung entscheidet sich der Schicksal von Karstadt: Das Amtsgericht Essen hat die Gläubiger für den 12. April um 10 Uhr in die Zentrale des insolventen Warenhausbetreibers eingeladen.

Bei der Gelegenheit werden die Gläubiger über den Rettungsplan abstimmen, der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg vorlegen wird.

Dabei müssen die Karstadt-Schuldner große Zugeständnisse machen: Nur 3 Prozent der Gläubigerforderungen von rund 2,7 Milliarden Euro sollen beglichen werden.

Neben den Gläubigern wollen sich sich sowohl die Vermieter als auch die Beschäftigten an der Sanierung der insolventen Warenhauskette Karstadt beteiligen.