Meinungen zum Thema Karstadt: Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institutes, fordert eine neue Kommunikationsstrategie für den Warenhausbetreiber.

"Karstadt braucht sehr schnell eine radikale Veränderung, verbunden mit einer Kommunikationsstrategie, die nach außen wie nach innen dokumentiert, dass das Warenhaus eine Zukunft hat. Karstadt muss einzigartig werden, die Kunden müssen regelrecht angesaugt werden. Für mich war die Kooperation mit dem Apple-Händler Gravis ein sehr guter Ansatz. Wenn es Karstadt schaffen würde, heute ein Stockwerk mit Marken einzurichten, die junge, aber auch mittelalte Verbraucher ansprechen, dann sollte es doch möglich sein, Frequenz in die Häuser zu bringen. Wichtig für die Zukunft des Unternehmens ist auch, dass die Filialen mehr Eigenständigkeit zugesprochen bekommen."

Wir haben insgesamt sechs Handelsexperten gefragt, was Karstadt jetzt tun muss, um die eigene Zukunft zu sichern. Hier sind die weiteren Meinungen zum Thema:

Einkauf Professor Dr. Jochen Strähle, Professor für Handel und Dienstleistungsmanagement und Ex-Arcandor-Manager: "Karstadt braucht vereinfachte Einkaufsstrukturen"

Personal Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Unternehmensberatung München: "Karstadt braucht mehr lokales Engagement"

Standorte Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel und ehemaliger Arcandor-Manager: "Karstadt-Filialen haben nur in größeren Städten eine Chance"

Sortimente Rainer Bartle Fachmann für Warenhäuser bei der Münchner BBE Unternehmensberatung: "Das neue Karstadt-Konzept muss sexy sein"

Marketing Hubertus von ­Lobenstein, Werbe- und Marketingexperte: "Berggruen muss Markensignale setzen"

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.