Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt startet heute ein neues Kundenkartenprogramm. Rabatte und "exklusive Vorteile" verspricht der Händler den Karteninhabern - wenig innovativ.

Karstadt startet am heutigen Dienstag ein neues Bonuskartenprogramm. Die neuen Karten sind als "Karstadt Kundenkarte" oder "Karstadt Visa Karte" mit weltweiter Zahlungsfunktion erhältlich.

Karteninhaber erhalten anhand einer Bonusstaffel Rabatte in Form von jährlichen Rückvergütungen (1 Prozent ab 300 Euro, 2 Prozent ab 1.000 Euro, 5 Prozent ab 5.000 Euro). Zudem verspricht das Unternehmen den Programmteilnehmern Rabattaktionen und regelmäßig "exklusive Einkaufsvorteile" sowie Einladungen zu Filialevents.

Hanseatic Bank als Kooperationspartner

Kooperationspartner des Visa-Kreditkartenprogramms ist die Hanseatic Bank, ein Gemeinschaftsunternehmen der Société Général und der Otto Group. Die Kreditkarten der Premium-Häuser (KaDeWe, Alsterhaus, Oberpollinger) werden jeweils mit einem eigenen Kartenlayout als Visa SolitaireCards herausgegeben. Der Karstadt-Investor Berggruen plant diese "Weltstadt-Häuser" im Zuge einer Dreiteilung des Unternehmens abzuspalten.

Karstadt hatte sich im Zuge des Insolvenzverfahrens von seinem eigenen Kundenkartenprogramm getrennt, das von der konzerneigenen KarstadtQuelle Bank gemanagt wurde. Die KarstadtQuelle-Bank (heutige Valovis Bank AG), gehört noch heute zu den größten Kreditkartenherausgebern Deutschlands.

Den rund 650.000 Inhabern des auslaufenden Karstadt-Kreditkartenprogramms wurde Anfang dieses Jahres von der Valovis Bank ein Wechsel zum Tchibo-Kundenkartenprogramm angeboten. Partner der Valovis Bank AG ist der Visa-Konkurrent Mastercard.