Erst Stuttgart, jetzt Hamburg: Bei Karstadt Sport findet die Krise des Warenhauses nicht statt. In die Filiale in der Hansestadt wird kräftig investiert. Im Oktober sollen die Umbauarbeiten beendet sein.

Insolvenz hin, Verhandlungen über Mieten her: Die Warenhauskette Karstadt modernisiert weiter in ihre Sporthäuser. Diesmal ist die Hamburger Filiale an der Reihe.

Die Umbauarbeiten haben bereits begonnen, im Oktober dieses Jahres soll das Haus in der Mönckebergstraße (direkt am Hauptbahnhof) eine neue Wegeführung, ein neues Lichtkonzept und eine modernisierte Warenpräsentation bieten.

"Wir haben die Lehren aus den bereits in Münster, Essen und Dresden umgebauten Sporthäusern gezogen und werden unseren Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis bieten", verspricht Kai-Uwe Riedel, Leiter der Filiale in der Hansestadt.

Für Fußballfans

Das Hamburger Haus wird viele Parallelen zum Stuttgarter Standort haben, der im Mai neueröffnet wurde. Demnach will sich Karstadt Sports auch in Hamburg als Ausrüster der Fußballfans etablieren.

In einer entsprechend ausgestatteten Themenwelt gibt es Fanartikel des Bundesliga-Aufsteigers FC St. Pauli, ein Shop des Hamburger SV sowie eine Kaffee-Bar. Auf Monitoren werden die Übertragungen der Bundesligaspiele des TV-Senders Sky gezeigt.

Fußball ist aber nicht alles. Die Laufsportabteilung wird neben dem üblichen Sortiment auch eine Video-Laufanalyse anbieten, verspricht das Unternehmen. "Im Zuge des Umbaus bauen wir unser Dienstleistungsangebot für den Breiten- und Leistungssportler aus", sagt Filialleiter Riedel. "Die jeweiligen Etagen werden sich streng an den jeweiligen Sportarten und Sportsortimenten orientieren". So soll im fünften Stock ein Servicecenter rund um den Sport eröffnet werden.

Schulung der Mitarbeiter

Riedel verweist darauf, dass die Zeit des Umbaus genutzt werde, die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren, um die Beratung, Betreuung und Bedienung der sportinteressierten Kunden noch mehr zu verbessern.

Darüber hinaus ist auch eine Ausweitung des Sortiments beabsichtigt: Ab Oktober soll es in dem Hamburger Sporthaus auch eine Verkaufsfläche "Spielwaren" mit rund 1.320 Quadratmetern geben. Für hochwertige Textilien soll eine zentrale Verkaufsfläche zur Verfügung stehen, die bislang als Nebenraumfläche für Veranstaltungen und organisatorische Zwecke genutzt wurde.

Derzeit verhandelt Nicolas Berggruen, der Investor der insolventen Warenhauskette, mit dem Vermieter Highstreet über eine Anpassung der Mieten. Dem Vermieter-Konsortium gehören 86 der insgesamt 120 Karstadt-Waren- und Sporthäuser.