Vereinfachte Einkaufsstrukturen, mehr Textilien und eine neue Mannschaft mit Visionen: Sechs Handelsexperten sagen, was Investor Berggruen tun muss, um Karstadt zu modernisieren.

Mit Nicolas Berggruen habe Karstadt jetzt "ein Gesicht des Aufbruchs" schreibt der Journalist Hagen Seidel in seinem Buch "Arcandors Absturz" und schwärmt: "Der ebenso schillernde wie geheimnisvolle Milliardär kann den klassischen Warenhauseigentümer weitaus besser verkörpern als die anonymen Aktionärspools der Vergangenheit."

Doch Berggruens Glamour wird nicht ausreichen, um Karstadt langfristig erfolgreich zu machen. Sechs Fachleute für Einzelhandel sagen im Wirtschaftsmagazin Der Handel, was zu tun ist. Auf Berggruen kommt viel Arbeit zu.

Wir haben den Handelsexperten gefragt, welche Maßnahmen Karstadt jetzt ergreifen muss, um die eigene Zukunft zu sicheren. Unter den Interviepartnern sind auch einige ehemaligen Karstadt- und Arcandor-Manager, die den Konzern von innen kennen.

Standorte Jörg Funder, Professor für Unternehmensführung im Handel und ehemaliger Arcandor-Manager: "Karstadt-Filialen haben nur in größeren Städten eine Chance"

Sortimente Rainer Bartle Fachmann für Warenhäuser bei der Münchner BBE Unternehmensberatung: "Das neue Karstadt-Konzept muss sexy sein"

Marketing Hubertus von ­Lobenstein, Werbe- und Marketingexperte: "Berggruen muss Markensignale setzen"

Konzept Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institutes: "Karstadt braucht eine radikale Veränderung"

Einkauf Professor Dr. Jochen Strähle, Professor für Handel und Dienstleistungsmanagement und Ex-Arcandor-Manager: "Karstadt braucht vereinfachte Einkaufsstrukturen"

Personal Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Unternehmensberatung München: "Karstadt braucht mehr lokales Engagement"

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.

Steffen Gerth

Diese Statements sind in der Oktober-Ausgabe von Der Handel erschienen. Hier können Sie ein Probeheft bestellen.